150 Jahre Komitas

„Komitas und sein Erbe“ – So heißt die mehrtägige Internationale wissenschaftliche Konferenz anlässlich des 150. Geburtstages von Komitas Wardapet.

Bitte beachten Sie, dass die Konferenz am 8. Oktober in Berlin und an den folgenden beiden Tagen in Halle (Saale) stattfinden wird.
150 Jahre Komitas
Alle Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem Programm.

ORGANISATOREN DER KONFERENZ
Komitas Museum-Institut Jerewan
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Humboldt Universität zu Berlin
Botschaft der Republik Armenien in der BRD
Ministerium für Bildung, Wissenschaft , Kultur und
Sport der Republik Armenien

http://www.deutscharmenischegesellschaft.de/2019/10/02/150-jahre-komitas/?fbclid=IwAR03EsGf0gGUAmJV_WufcL5mFs9TtBEFstJE4vw6YoNtekcMBABQ7HWpSho

Diaspora Startup Program «NerUZH 2.0»

16. bis 20. Dezember 2019
United World College (UWC), Dilidschan (Dilijan), Armenien
Bewerbungsschluss: 21. Oktober 2019

EIN INTERESSANTES ANGEBOT FÜR UNTERNEHMER ARMENISCHER ABSTAMMUNG
The Republic of Armenia’s Office of the High Commissioner for Diaspora Affairs and the Ministry of High-Tech Industry present: NerUzh 2.0 Diaspora Startup Program

NerUzh is the Armenian word for potential, and the Neruzh Diaspora Startup Program aims to bring the vast potential of the Armenian Diaspora (7 million strong living outside Armenia in countries across the globe) to participate in the advancement of Armenia by founding their startup in the country.

Diaspora entrepreneurs of Armenian descent are invited to apply with their startup. Winning teams will be invited to repatriate to Armenia and receive grants ranging from $15,000-$30,000 plus entrepreneurial support to grow their ventures in Armenia.

The program launch will take place in Armenia with a 4-day event from December 16th – 20th, 2019 at UWC Dilijan.

For the details of the the 4-day event, the target sectors of the Program, and the Application Procedure visit this website. The Armenian and Russion versions are available there, too.

Alle weiteren Details findest du hier:
http://neruzh.am/en/

Hilfe im SOS-Kinderdorf in Ijevan

Ende September bis anfang Oktober 2019 werden wir nach Armenien fliegen und vor Ort helfen.

Doch was ist unser genauer Plan?

Hauptanliegen ist es im SOS-Kinderdorf in Ijevan ein Camp für die dort lebenden Kinder zu veranstalten. Wir möchten mit ihnen tanzen, lachen und Spiele spielen, ihnen für ein paar Tage eine sorglose Kindheit verschaffen damit sie für einen kurzen Moment von ihren alltäglichen Problemen entkommen. Des Weiteren will ARI in ein Kinderkrankenhaus reisen, um dort ein Fest zu veranstalten und somit ebenfalls den erkrankten Kinder Freude bereiten. Es soll einen Anfang für viele solcher Projekte darstellen, die wir in der kommenden Zeit gemeinsam mit euch ermöglichen möchten.

Doch dafür brauchen wir EURE Hilfe! Wir rufen euch dazu auf, Teil dieser Projekte zu werden, indem ihr spendet. Ob es ein großer oder ein kleiner Betrag ist, jede Spende wird uns unterstützen. Alle Einnahmen werden zu 100% in die Projekte gesteckt und übrig gebliebene Gelder werden direkt an das SOS-Kinderdorf und an das Kinderkrankenhaus gespendet. Werdet Teil der Hilfe und tragt einen Teil dazu bei, den Kindern ein Lächeln zu schenken.
Wir bedanken uns im Voraus bei allen, die uns bei unserem Vorhaben unterstützen.
Euer ARI e.V. – Team

Möglichkeiten der Spende:
1. über das ARI Konto:
ARI – Jugendverband der Armenier in Deutschland e.V.
IBAN: DE66510900000002127008
BICWIBADE5W
Vwz.: Spende – dein Name, deine E-Mail-Adresse

2. über AmazonSmile

ARI-Jugendverband, Hilfe im SOS-Kinderdorf in Ijevan


ԱՐԻ Երիտասարդական Միությունը (գրանցված միություն) ուզում է օգնե՜լ և օգնելու է։ Այս տարվա սեպտեմբերի վերջից մինչև հոկտեմբերի սկիզբը ԱՐԻ Միությունը մի օգնության ծրագրով գտնվելու է Հայաստանում:

Ի՞նչ է մեր նախագիծը:

Մեր գլխավոր գործը Իջևան քաղաքի SOS-Kinderdorfում (մանուկների գյուղ) մի ճամբարի կազմակերպությունն է: Երեխաների հետ պարելու ենք, ծիծաղելու և խաղալու ենք, որպեսզի իրենց մի քանի օրով առանց հոգսերի մանկություն մը ապահովենք և ամենօրյա խնդիրները մոռացենք: Ավելին, այցելու ենք Մուրացան մանկական հիվանդանոցը: Այնտեղ միջոցառում ենք կազմակերպելու վատառողջ երեխաները ուրախացնելու նպատակով:

Ցանկանում ենք, որ այս այցելությունը ապագա նման նախագծների համար իբր սկիզբ ներկայանա, որոնք ուզում ենք առաջիկայում ձեզ հետ միասին իրականացնել։ Նրա համար ունենք ձեր աջակցության կարիքը։

Ձեզ կոչ ենք անում ձեր նվիրատվություններով դառնալ այս նախագիծի մի մասը։ Անկախ գումարի ծաւալից, փոքր կա՛մ թե մեծ, յուրաքանչյուր նվիրատվությունը մեզ օգտակար է լինելու։ Բոլոր եկամուտը 100%ով օգտագործվելու է նախագիծների համար։ Իսկ հավելյալ գումարը SOS- Kinderdorfի և Մուրացան Հիվանդանոցի խաղասենյակի ենք նվիրաբերելու:

Երեխաների ժպիտ մը նվիրելիք այս օգնության մաս կազմեցեք: Մեր նախաձեռնության աջակցող բոլորին նախօրոք շնորհակալ ենք։

Ձեր ԱՐԻ երիտ խումբը։

Հգ. նվիրատվությունը հնարավոր է անել փոխանցումի կամ Amazon-Smileի միջոցով

Abschlussbericht: Der Armenische Sommer-Jugendtreff 2019

Armenischer Sommer-Jugendtreff 2019 – Abschlussbericht von Aris Gourjian

Am Wochenende vom 07. bis zum 10. Juni fand der diesjährige Armenische Sommer-Jugendtreff statt. Der idyllische Luftkurort Willingen (Upland) begrüßte die Meisten nach der Ankunft zwar mit Starkregen, Gewitter und Hagel, der Sonnenschein der nächsten Tage, insbesondere das großartige Grillwetter am Sonntag, machte das aber wieder wett. Nachdem die Anwesenheit geprüft und die Zimmer verteilt wurden, trafen sich alle im Tagungsraum für die Begrüßung und Kennenlernspiele. Bereits hier bemerkte ich eine familiäre Atmosphäre unter den Teilnehmern, obwohl sich nur wenige gegenseitig kannten. Im Anschluss war es für uns Zeit, die Zimmer zu beziehen und die anderen Teilnehmer kennenzulernen. Viele trafen sich trotz bereits fortgeschrittener Uhrzeit noch in kleineren Gruppen und unterhielten sich oder spielten Spiele bis in die frühen Morgenstunden.

Kurz nach dem gemeinsamen Frühstück am darauffolgenden Tag stellten die Veranstalter sich selbst und ihre Organisation ARI vor. Zudem erzählten sie über interessante Projekte wie Menschen helfen Menschen und dem SOS-Kinderdorf in Armenien. Nach dem Mittagessen stellte sich dann die Organisation Save our Souls vor und informierte uns über die Nachwirkungen des Völkermordes und erläuterten präventive Maßnahmen für die Zukunft. Im Anschluss an die kurze Kaffeepause danach, hielt Ani Karapetyan eine unerwartet fesselnde Präsentation über Mesrop Mashtots und die Entstehung und Entwicklung der armenischen Schrift.

Die von den Meisten sehnsüchtig erwartete Party begann dann wenige Stunden nach dem Abendessen. Genug Zeit also, um sich umzuziehen und frisch zu machen. Für das Gruppenfoto, das kurz zuvor noch gemacht wurde, sahen dann alle festlich und elegant aus. Die Feier trug das Motto Black and White. Dieses wurde praktischerweise schon von vornherein in der gemeinsamen WhatsApp-Gruppe bekannt gegeben. Die Feier war rundum gelungen. Alle feierten ausgelassen bis zum Sonnenaufgang, die Musik war großartig und das Tanzparkett hat durchgehend geglüht.

Glücklicherweise ging das Frühstück am bereits angestochenen Sonntag eine Stunde länger und bis zum Mittagessen war auch nichts weiter geplant. Ausschlafen ohne schlechtes Gewissen war also kein Problem. Nachmittags waren wir dann aber selbst gefragt. Im Workshop wurden uns vier Themen genannt, nach denen wir uns in Gruppen aufteilen sollten. Nach ausreichend Bearbeitungszeit stellten die Gruppen dann ihre Ergebnisse vor. Eine der Gruppen sollte an einer Erkennungsmelodie für den Jugendtreff komponieren. Dies gelang ihnen auch ausgesprochen gut. Gemeinsam mit ganzen Strophen, Refrain, Melodie und nach einer kurzen „LeLeLe- Kostprobe“ von Ohanes, hatte ich – sicherlich nicht als einziger – für den Rest des Tages einen ziemlich hartnäckigen Ohrwurm.

Für den letzten Abend stand dann das gemeinsame Xorovaz mit anschließendem Lagerfeuer auf dem Plan. Im Laufe des Abends fanden sich dann, netterweise ohne groß nachzufragen, zahlreiche Freiwillige, die das mitgebrachte Hackfleisch auf die Spieße anbrachten, grillten, den halben Wald für Feuerholz rodeten und letztendlich das Esswerkzeug gemeinsam mit Fleisch und Salat auf die Tische brachten. Der Grillabend war, wie nicht anders erwartet, phänomenal. Die Location war perfekt, die Atmosphäre war großartig, das Essen schmeckte ausgezeichnet, für Spiel und Musik war gesorgt und das Wetter hat ebenfalls super mitgespielt. Alles in allem der krönende Abschluss eines unvergesslichen Wochenendes.

Dass alles Gute auch mal ein Ende hat, spürte man dann am letzten Tag des Jugendtreffs. Nach dem Frühstück und der Zimmerrückgabe trafen sich alle ein letztes Mal im Tagungsraum. Hier ließen wir das gesamte Wochenende nochmals Revue passieren, als wir uns die Fotos der vergangenen Tage ansahen. Nach dem Schlusswort der Organisatoren hieß es dann schweren Herzens Abschied nehmen und Heimreise antreten. Das war zwar mein erster Jugendtreff, aber ich kann mit Sicherheit sagen, dass das nicht mein letzter sein wird. Die Planung für das anstehende Wintertreffen ist schon im vollen Gange und ich möchte dort niemanden missen müssen!

An dieser Stelle möchte ich noch die Möglichkeit nutzen und mich nochmal ganz herzlich bei den Organisatoren Arin, Albert, Ani, Joel und Anna bedanken, die sich trotz organisatorischer Mammutleistung nicht das kleinste bisschen Stress haben ansehen lassen. Diese Gelassenheit hat, meiner Meinung nach, auch auf das Klima der gesamten Gruppe abgefärbt und zu dieser fühlbar harmonischen Stimmung, die das gesamte Wochenende über herrschte, geführt.

Der Armenische Sommer-Jugendtreff 2019

ARI – Jahresabschlussbericht 2018

Ein weiteres Jahr ist vergangen und wieder ist es für ARI – Jugendverband der Armenier e.V. alles andere als ereignislos gewesen. Es hatte mit der guten Neuigkeit angefangen, dass ARI e. V. von der DJO (Deutsche Jugend in Europa) für ein Kooperationsprojekt ausgesucht wurde. Diese Förderung sollte es ARI e.V. erlauben, sowohl finanzielle als auch ideelle Unterstützung für die geplanten Vereinsaktivitäten zu bekommen.

Ein weiterer Erfolg für unseren jungen Verein war die Bewilligung der Gemeinnützigkeit seitens des Finanzamts. Für einen Verein ist es unter anderem sehr wichtig, als offiziell als gemeinnützig anerkannt zu sein, um Fördergelder beantragen zu können und Spenden zu akquirieren, die wiederum für Projekte eingesetzt werden können. Umso größer war die Freude, dass uns dieser Schritt gelungen ist.

Im März gingen die Aktivitäten weiter mit einem Mitgliederwochenende. Dazu haben wir für ein Wochenende ein Selbstversorgerhaus im Westerwald für uns gebucht und gemeinsam mit ca. 30 Vereinsmitgliedern dort verbracht. In familiärer Stimmung wurde gemeinsam gekocht und gegessen. Außerdem konnten wir uns in Diskussionsrunden ausgiebig über unsere Ideen und Visionen über zukünftige Aktivitäten von ARI e.V. austauschen.

Nach diesem erfrischenden Wochenende war die Motivation für die Vorbereitungen des alljährlichen Sommerjugendtreffs umso größer. Dieses Mal fand der Sommerjugendtreff im hügeligen Willingen statt. Wir hatten an dem Jugendtreff-Wochenende nicht nur Glück mit dem Wetter, es hatten sich auch viele Teilnehmer*innen für den Jugendtreff angemeldet und interessiert am Programm teilgenommen. Spätestens beim Xorovac am Sonntagabend und gemeinsamen Tanz und Gesang am Lagerfeuer war allen klar, dass der Jugendtreff wie immer viel zu schnell vergangen war.

ARI e.V. hatte außerdem bereits im Vorjahr ein Projekt namens “Rethinking, Cooperating, Sharing” unterstützt. Es handelt sich dabei um eine Kooperation mit den Vereinen Une Terre Culturelle, dem Centre Francais de Berlin und Peace Dialogue. Das Projekt wurde von Erasmus+ und dem Deutsch-Französischen Jugendwerk gesponsert. Die Idee des Projekts war es, Jugendliche aus vier Ländern – Deutschland, Frankreich, Armenien und der Türkei – zusammenzubringen und einen interkulturellen Austausch zwischen ihnen zu fördern. Das Projekt besteht aus vier Phasen, jede Phase findet in einem der genannten Länder statt. Nachdem die erste Phase erfolgreich in Marseille (Frankreich) stattgefunden hatte, ging es im August weiter mit der zweiten Phase in Vanadsor (Armenien) und anschließend im November in Berlin. Für die Teilnehmer*innen, zu denen auch Mitglieder von ARI e.V. gehören, hat es sich dabei um eine prägende und bereichernde Erfahrung gehandelt, die ihr interkulturelles Verständnis erhöht hat.

Mit der Unterstützung unserer neuen Partner, der DJO, haben wir im November ein Vorstandswochenende in Frankfurt am Main organisiert. Abgesehen von den Vorstandsmitgliedern waren auch alle Vereinsmitglieder herzlich eingeladen, die Interesse daran hatten, in Zukunft für einen der Vorstandsposten zu kandidieren und somit in die interne Vorstandsarbeit involviert zu werden. Die Schulung von Angestellten der DJO hatte an diesem Wochenende geholfen, mehr über das Funktionieren von Vereinsarbeit und Vereinsmanagement zu erfahren.

Abgeschlossen wurde das Jahr wie immer mit dem armenischen Winterjugendtreff. Am Wochenende vom 21.12. bis zum 24.12.2018 kamen über 90 Teilnehhmer*innen aus ganz Deutschland in die Jugendherberge Wuppertal zusammen um ein Wochenende voll armenischer Kultur und Ausgelassenheit zu verbringen. Ein letztes besonderes Ereignis war unsere Mitgliederversammlung, die während des Jugendtreffs stattfand. Satzungsgemäß muss alle zwei Jahre ein neuer Vorstand gewählt werden. Aus diesem Grund fanden die zweiten Vorstandswahlen in der Geschichte von ARI e.V. statt.

Rückblickend möchten wir vor allem unseren Mitgliedern danken, die diesen Verein unterstützen und mit ihren Ideen und ihrer Motivation stetig voranbringen. Außerdem möchten wir all diejenigen Mitglieder herzlich begrüßen, die in den letzten Wochen ARI e.V. beigetreten sind. Nur durch euer Mitwirken gewinnt ARI e.V. an Bedeutung.

Frohes neues Jahr!

Abschlussbericht: Der Armenische Winter Jugendtreff 2018

Armenischer Winter Jugendtreff 2018 – Abschlussbericht von Inesa Movsesjan

Am Freitag, den 21.12.18, fuhren meine Schwester Anna und ich zum ersten Mal zum Armenischen Winter-Jugendtreff des ARI-Jugendverbands, der diesmal in Wuppertal stattfinden sollte.

Die Vorfreude war groß, weil wir dort junge Armenier aus ganz Deutschland antreffen würden. Im Vorfeld wurden Fahrgemeinschaften in der WhatsApp Gruppe gebildet, unabhängig davon, dass man sich noch nicht kannte. Nach der Anreise, die sich wie erwartet, bis in den späten Abend zog, war es dann endlich soweit. Die Kennenlernspiele konnten starten. Da wir eine sehr große Gruppe von ca. 100 Leuten waren, war die Kommunikation aufgrund des Lärmes etwas schwierig. Dennoch verliefen die Spiele amüsant und man gewann erste positive Eindrücke von der Gruppe. Das Highlight des Abends begann jedoch nach den Kennenlernspielen. Zwei junge Armenier packten ihre Gitarre und ihre Trommel aus und spielten verschiedene armenische Volkslieder auf ihren Instrumenten. Wir erhoben uns alle von unseren Stühlen und tanzten gemeinsam dazu. Am nächsten Morgen, nach dem Frühstück, stellte sich der ARI-Jugendverband der Armenier in Deutschland vor und Ohanes präsentierte uns ein paar interessante Projekte, die vom ARI-Jugendverband organisiert werden. Sein kreatives Intro „How to: Billig Urlaub in Armenien“, was für lautes Gelächter sorgte, ist auf jeden Fall jedem in Erinnerung geblieben. Am Nachmittag folgte ein Erfahrungsbericht zum Thema „Armenien in der deutschen Politik“ von Martin Pätzold, einem Abgeordneten der CDU mit armenischen Wurzeln. Der nächste Programmpunkt war definitiv mein persönliches Highlight: Der armenische Tanzworkshop. Ich habe mir seit Jahren gewünscht, die armenischen Volkstänze zu lernen, aber in meiner Umgebung gab es keine armenischen Tanzschulen. Deshalb war ich umso euphorischer, dass uns professionelle armenische Tanzlehrer die Tänze „Kochari, Ejmiatsin, Goevnd“ beibrachten. Nach dem gelungenen Tanzworkshop machten sich alle für die lang ersehnte Party fertig und stylten sich passend zum Partymotto „The Great Gatsby“. Ein schickes Gruppenfoto durfte natürlich auch nicht fehlen. Im Partyraum wurde getanzt und gefeiert ohne Ende. Die Musik traf jeden Geschmack, da sie sehr abwechslungsreich war. Es liefen armenische, amerikanische, deutsche, lateinamerikanische und orientalische Songs.

Am Sonntag hat jeder erst einmal ordentlich ausgeschlafen. Danach stand die Mitgliederversammlung bevor und ein neuer Vorstand wurde gewählt. Am Nachmittag begrüßte uns der Primas, Hayr Serovpé, ganz herzlich und erzählte uns in seinem beeindruckenden Vortrag von Armeniens Kulturgeschichte. Dabei zeigte er uns viele Bilder sowohl von alten als auch von neuen armenischen Kirchen, die einen hohen Stellenwert für unser Volk haben. Am Abend hörten wir von Taline einen Vortrag über Nikol Paschinjan und seinen Einfluss auf Armeniens Politik im Rahmen der samtenen Revolution. Anschließend wurde eine Diskussion zu dem Thema in der Gruppe eingeleitet. Viele beteiligten sich begeistert an der Diskussion und teilten verschiedene Ansichten zur aktuellen politischen Situation in Armenien. Zum Abendessen gab es traditionell „Xorovaz“. Das gegrillte Fleisch hat uns allen sehr geschmeckt. Lag wahrscheinlich daran, dass Davo und Albert das Fleisch einen Tag vorher persönlich mariniert haben (Basturma en drel). Nach dem Abendessen haben sich alle überall verteilt. Im Partyraum fand ein legendäres Tanzbattle „Jungs gegen Mädchen“ statt. In einem Gruppenraum wurde gemeinsam Musik gemacht und gesungen. In weiteren Räumen unterhielten sich einige entspannt. Es war für jeden was dabei. Im Eingangsbereich saßen wir hinterher noch lange auf den Sitzbänken und haben uns bis 6 Uhr morgens unterhalten und gelacht. Jeder wusste, dass es die letzten Stunden waren, die wir nun gemeinsam verbrachten.

Die Abreise stand bevor. Nach der Zimmerabgabe und dem Frühstück schauten wir uns noch zusammen die Fotos vom Wochenende an und danach hieß es Abschied nehmen. Obwohl sich der Schlafmangel langsam zu spüren gab, hätten wir am liebsten das Wochenende verlängert. Ich gehörte zwar zu denjenigen, die zum ersten Mal dabei waren, aber ich habe in so kurzer Zeit so viele liebe Menschen ins Herz geschlossen, dass selbst mir der Abschied schwer fiel. Den Armenischen Jugendtreff muss man einmal selbst erlebt haben! Ich kann es kaum erwarten, beim Sommer-Jugendtreff alle endlich wiederzusehen!

Der Armenische Winter Jugendtreff 2018

Der Armenische Winter Jugendtreff 2018

Du bist Armenier oder hast einfach Lust, ein Wochenende mit Armeniern aus ganz Deutschland zu verbringen?

Du bist zwischen 16 und 35 Jahre alt? Dann haben wir genau das Richtige für dich: den armenischen Winter-Jugendtreff!

Vom 21.12 bis zum 24.12.2018 werden sich Teilnehmer aus allen Ecken Deutschlands in der Jugendherberge Wuppertal für ein unvergessliches Wochenende zusammenfinden.
Armenischer Winter Jugendtreff 2018 in Wuppertal, Flyer
Es wird ein Programm mit anregenden Vorträgen geboten, einem Grillabend mit armenischem Xorovac und natürlich einer Party – Tanz und Musik darf schließlich bei einem Wochenende mit Armeniern nicht fehlen.

Wir freuen uns schon auf dich 🙂

Weitere Informationen, die Anmeldung und das Programm: https://arijt.de/wjt2018/

Dein Team-ARI – Jugendverband der Armenier in Deutschland e.V.

«NerUZH» Diaspora Youth Startup Program

16. bis 21. Dezember 2018
United World College (UWC), Dilidschan (Dilijan), Armenien
Bewerbungsschluss: 13. September 2018

EIN INTERESSANTES ANGEBOT FÜR UNTERNEHMER ARMENISCHER ABSTAMMUNG IM ALTER VON 18-35

Das Ministerium der Diaspora startet ein Programm namens “Neruzh”, das parallel mit den Stiftungen FAST und IDEA, UWC Dilidschan und Impact Hub Yerevan zusammenarbeitet.

«NerUZH» Diaspora Youth Startup Program ist ein interaktives Programm für junge Unternehmer armenischer Abstammung im Alter von 18-35 Jahren, um ihre Unternehmen durch die Erweiterung ihrer Wissensbasis, den Ausbau des Netzwerks und die Finanzierung nach Pitches zu fördern. Ziel ist es, jungen armenischen Unternehmern aus der Diaspora die Möglichkeit zu geben, Start-ups nach Armenien zu bringen und das Startup-Ökosystem im Land zu verbessern.

Das Programm findet vom 16. bis 21. Dezember 2018 in UWC, Dilidschan, Armenien statt.

Die viertägige Veranstaltung hat folgende Hauptziele:

  • Schaffung einer Plattform und Möglichkeiten für junge Unternehmer mit armenischer Abstammung, in Armenien Geschäfte zu machen;
  • Unterstützen Sie das Ökosystem und bauen Sie ein starkes und gesundes Startup-Ökosystem auf;
  • Bereitstellung einer angewandten Anleitung zum Aufbau wertschaffender, kommerziell realisierbarer und skalierbarer Startup-Unternehmen;
  • Aufbau und Einsatz von Kernkompetenzen im Bereich Startup Business Development;
  • Schaffen Sie Möglichkeiten für Zusammenarbeit und Finanzierung.

Die Zielsektoren des Programms sind Landwirtschaft, Tourismus und innovative Technologien.

Bewerbungsschluss: 13. September 2018

Alle weiteren Details finden Sie hier:
http://neruzh.am/en/

Quelle: https://www.facebook.com/deutscharmenischegesellschaft/posts/1803630479729951

Hamburg – Latino Workshop von Kilikia

11. August 2018 | Einlass – ab 16:00 Uhr
Beginn des Workshops – 17:00 Uhr
Thedestraße 99, 22767 Hamburg, (2. Og)

Der Armenische Jugendverband Kilikia veranstaltet einen lateinamerikanischen Tanzworkshop. Gemeinsam mit dem kubanischen Musiker und Tanzlehrer Adan Rodriges werdet ihr Salsa, Bachata sowie auch andere Tanzstile lernen.

hamburg armenischer jugendverband kilikia e.v.-logo klein

Der Workshop dauert 2 Stunden, danach wird gefeiert und das Gelernte angewendet. Alle Interessierten sind eingeladen an dem Workshop teilzunehmen. Jedoch beachtet bitte, dass die Plätze begrenzt sind. Diejenigen, die am Workshop nicht teilnehmen können/möchten, sind eingeladen ab 19 Uhr dabei zu sein und mit Kilikia zu feiern.

Für die gute Laune und zur Erfrischung werden wir leckere Cocktails für euch frisch zubereiten. Der Eintritt beträgt 6 Euro pro Person. Mitglieder des Armenischen Jugendverbands Kilikia e.V. zahlen nur 3 Euro.

Գրանցման հղում | Anmeldelink

Quelle: https://www.facebook.com/events/176820583190170/

Abschlussbericht: Der Armenische Sommer Jugendtreff 2018

Der Armenische Sommer Jugendtreff 2018 – Abschlussbericht von Anush Darbinyan

Ein weiteres Mal für viele andere, das erste Mal für mich, ging es zum Armenischen Jugendtreff, dieses Mal in Willingen!

Am Freitag trafen junge Armenier*innen aus ganz Deutschland in der Jugendherberge Willingen ein. Unsere Anreise hatte sich etwas verzögert, da hatten wir schon Bedenken die Letzten zu sein, die antreffen. Bei der Ankunft ließ sich dann jedoch feststellen, dass alle, ganz getreu der armenischen Art, mindestens 2 Stunden später kamen. Man fühlte sich also direkt Zuhause. Das Schönste war tatsächlich anzukommen und direkt in jede Gruppe aufgenommen zu werden. Auf einmal sprachen viele um einen herum armenisch und jeder verstand den kulturellen Hintergrund des anderen und somit auch die Eigenarten, die dieser mit sich bringt. Nachdem der Punkt „Anreise” nach vier Stunden abgeschlossen war, wurden wir auch direkt von den beiden ARI-Teammitgliedern Anna Ohanoglu und Taline Akkaya wärmstens begrüßt. Obwohl für die Leute, die zum ersten Mal da waren, keine bekannten Gesichter zu sehen waren, herrschte eine familiäre Atmosphäre. Somit war die Kennenlernrunde auch sehr lustig und sorgte für viel Gelächter. Der Jugendtreff in Bad Kissingen 2013 schien einen bleibenden Eindruck bei allen hinterlassen zu haben, denn er wurde zum Insider Witz des Abends. Nach weiteren Kennenlernspielen, gab es später auch noch die Möglichkeit sich untereinander persönlich auszutauschen und den Tag zusammen ausklingen zu lassen.

Das Programm, welches die Organisator*innen zusammengestellt hatten, war sehr abwechslungsreich und spannend. Gestartet hat es am Samstag mit einer Vorstellung von dem Team ARI – Jugendverband der Armenier in Deutschland. Nicht jeder war mit dem Verein vertraut und kennt die Ziele oder die Personen, die hinter der Organisation der Jugendtreffs stecken. Auch für mich war es schön, direkte Ansprechpartner zu sehen und zu wissen, an wen man sich bei Fragen melden kann. Mit Taline, Anna, Joel, David und Albert bekam der Verein auch Gesichter zugeordnet.

Weiter im Programm ging es mit einer Buchvorstellung von Herrn Mihran Dabag und Kristin Platt zum Thema „Genozid an den Armeniern” und einer anschließenden Podiumsdiskussion für die Herr Simon Jacob und Herr Ilias Uyar noch dazu kamen. Die Podiumsdiskussion bot einem die Möglichkeit, das Thema “Minderheitenpolitik in der Türkei” aus allen Perspektiven zu sehen und unterschiedliche Meinungen zu betrachten. Am Samstagabend stand dann endlich das Highlight für die meisten Teilnehmer*innen an: Der Partyabend. Die ausgelassene Stimmung, die abwechslungsreiche, tolle Musik und die absolute Freude am Tanzen, machten den Abend zum vollen Erfolg. Da war es auch schnell vergessen, dass man für das Gruppenfoto vorab, eine halbe Stunde gebraucht hatte.

Auch am Sonntag war die Stimmung noch ausgelassen, trotz der tiefen Augenringe und dem zu kurzen Schlaf, der sich bei allen bemerkbar machte. Das Wetter lud zur Entdeckungstour ein, sodass wir uns als Gruppe gleich auf machten, um den, in unseren Vorstellungen, Berg „Ararat” zu erklimmen. Bewaffnet mit der armenischen Flagge und einem Fotoapparat ging es hinauf, was nur mit Teamarbeit möglich war. Ganz oben angekommen, hissten wir die Flagge und ließen armenische Musik erklingen. Man fühlte sich fast wie nach Armenien versetzt. Völlig außer Atem und kaputt von dem langen Aufstieg ging es später dann wieder, nach der Ankunft in der Jugendherberge, im Programm weiter mit einer Vorstellung der Organisation „Birthright Armenia” von der Mitarbeiterin Ani Nina Oganyan. Für viele Teilnehmer*innen war es das erste Mal, dass sie von dieser Organisation und von dieser Möglichkeit gehört hatten, als Freiwillige*r nach Armenien zu gehen. Ein weiteres Highlight erwartete uns am Sonntagabend, als es endlich daran ging Kebab zu grillen und sich zusammen beim Lagerfeuer zu versammeln. Es wurde getanzt, sich unterhalten und miteinander armenische Lieder gesungen. Ein gelungener Abend und auch ein gelungener Abschluss für den Jugendtreff.

Am nächsten Tag mussten alle schon die Heimreise antreten. Man hat kaum glauben  können, wie schnell die Zeit vergangen ist, wie viele neue Menschen man kennenlernen durfte, was man alles für neue Erfahrungen gemacht hat. Die Gruppe schloss sich zusammen und es fühlte sich an wie eine große Familie. Obwohl man nun müde, kaputt, wahrscheinlich fast taub und heiser war, musste man zugeben, dass es traurig war wieder nach Hause fahren, und die Erlebnisse dort lassen zu müssen.

Für mich war es der erste Jugendtreff, aber definitiv nicht der Letzte!

Abschlussbericht-Der-Armenische-Sommer-Jugendtreff-2018-Willingen