ARI – Jahresabschlussbericht 2018

Ein weiteres Jahr ist vergangen und wieder ist es für ARI – Jugendverband der Armenier e.V. alles andere als ereignislos gewesen. Es hatte mit der guten Neuigkeit angefangen, dass ARI e. V. von der DJO (Deutsche Jugend in Europa) für ein Kooperationsprojekt ausgesucht wurde. Diese Förderung sollte es ARI e.V. erlauben, sowohl finanzielle als auch ideelle Unterstützung für die geplanten Vereinsaktivitäten zu bekommen.

Ein weiterer Erfolg für unseren jungen Verein war die Bewilligung der Gemeinnützigkeit seitens des Finanzamts. Für einen Verein ist es unter anderem sehr wichtig, als offiziell als gemeinnützig anerkannt zu sein, um Fördergelder beantragen zu können und Spenden zu akquirieren, die wiederum für Projekte eingesetzt werden können. Umso größer war die Freude, dass uns dieser Schritt gelungen ist.

Im März gingen die Aktivitäten weiter mit einem Mitgliederwochenende. Dazu haben wir für ein Wochenende ein Selbstversorgerhaus im Westerwald für uns gebucht und gemeinsam mit ca. 30 Vereinsmitgliedern dort verbracht. In familiärer Stimmung wurde gemeinsam gekocht und gegessen. Außerdem konnten wir uns in Diskussionsrunden ausgiebig über unsere Ideen und Visionen über zukünftige Aktivitäten von ARI e.V. austauschen.

Nach diesem erfrischenden Wochenende war die Motivation für die Vorbereitungen des alljährlichen Sommerjugendtreffs umso größer. Dieses Mal fand der Sommerjugendtreff im hügeligen Willingen statt. Wir hatten an dem Jugendtreff-Wochenende nicht nur Glück mit dem Wetter, es hatten sich auch viele Teilnehmer*innen für den Jugendtreff angemeldet und interessiert am Programm teilgenommen. Spätestens beim Xorovac am Sonntagabend und gemeinsamen Tanz und Gesang am Lagerfeuer war allen klar, dass der Jugendtreff wie immer viel zu schnell vergangen war.

ARI e.V. hatte außerdem bereits im Vorjahr ein Projekt namens “Rethinking, Cooperating, Sharing” unterstützt. Es handelt sich dabei um eine Kooperation mit den Vereinen Une Terre Culturelle, dem Centre Francais de Berlin und Peace Dialogue. Das Projekt wurde von Erasmus+ und dem Deutsch-Französischen Jugendwerk gesponsert. Die Idee des Projekts war es, Jugendliche aus vier Ländern – Deutschland, Frankreich, Armenien und der Türkei – zusammenzubringen und einen interkulturellen Austausch zwischen ihnen zu fördern. Das Projekt besteht aus vier Phasen, jede Phase findet in einem der genannten Länder statt. Nachdem die erste Phase erfolgreich in Marseille (Frankreich) stattgefunden hatte, ging es im August weiter mit der zweiten Phase in Vanadsor (Armenien) und anschließend im November in Berlin. Für die Teilnehmer*innen, zu denen auch Mitglieder von ARI e.V. gehören, hat es sich dabei um eine prägende und bereichernde Erfahrung gehandelt, die ihr interkulturelles Verständnis erhöht hat.

Mit der Unterstützung unserer neuen Partner, der DJO, haben wir im November ein Vorstandswochenende in Frankfurt am Main organisiert. Abgesehen von den Vorstandsmitgliedern waren auch alle Vereinsmitglieder herzlich eingeladen, die Interesse daran hatten, in Zukunft für einen der Vorstandsposten zu kandidieren und somit in die interne Vorstandsarbeit involviert zu werden. Die Schulung von Angestellten der DJO hatte an diesem Wochenende geholfen, mehr über das Funktionieren von Vereinsarbeit und Vereinsmanagement zu erfahren.

Abgeschlossen wurde das Jahr wie immer mit dem armenischen Winterjugendtreff. Am Wochenende vom 21.12. bis zum 24.12.2018 kamen über 90 Teilnehhmer*innen aus ganz Deutschland in die Jugendherberge Wuppertal zusammen um ein Wochenende voll armenischer Kultur und Ausgelassenheit zu verbringen. Ein letztes besonderes Ereignis war unsere Mitgliederversammlung, die während des Jugendtreffs stattfand. Satzungsgemäß muss alle zwei Jahre ein neuer Vorstand gewählt werden. Aus diesem Grund fanden die zweiten Vorstandswahlen in der Geschichte von ARI e.V. statt.

Rückblickend möchten wir vor allem unseren Mitgliedern danken, die diesen Verein unterstützen und mit ihren Ideen und ihrer Motivation stetig voranbringen. Außerdem möchten wir all diejenigen Mitglieder herzlich begrüßen, die in den letzten Wochen ARI e.V. beigetreten sind. Nur durch euer Mitwirken gewinnt ARI e.V. an Bedeutung.

Frohes neues Jahr!

Abschlussbericht: Der Armenische Winter Jugendtreff 2018

Armenischer Winter Jugendtreff 2018 – Abschlussbericht von Inesa Movsesjan

Am Freitag, den 21.12.18, fuhren meine Schwester Anna und ich zum ersten Mal zum Armenischen Winter-Jugendtreff des ARI-Jugendverbands, der diesmal in Wuppertal stattfinden sollte.

Die Vorfreude war groß, weil wir dort junge Armenier aus ganz Deutschland antreffen würden. Im Vorfeld wurden Fahrgemeinschaften in der WhatsApp Gruppe gebildet, unabhängig davon, dass man sich noch nicht kannte. Nach der Anreise, die sich wie erwartet, bis in den späten Abend zog, war es dann endlich soweit. Die Kennenlernspiele konnten starten. Da wir eine sehr große Gruppe von ca. 100 Leuten waren, war die Kommunikation aufgrund des Lärmes etwas schwierig. Dennoch verliefen die Spiele amüsant und man gewann erste positive Eindrücke von der Gruppe. Das Highlight des Abends begann jedoch nach den Kennenlernspielen. Zwei junge Armenier packten ihre Gitarre und ihre Trommel aus und spielten verschiedene armenische Volkslieder auf ihren Instrumenten. Wir erhoben uns alle von unseren Stühlen und tanzten gemeinsam dazu. Am nächsten Morgen, nach dem Frühstück, stellte sich der ARI-Jugendverband der Armenier in Deutschland vor und Ohanes präsentierte uns ein paar interessante Projekte, die vom ARI-Jugendverband organisiert werden. Sein kreatives Intro „How to: Billig Urlaub in Armenien“, was für lautes Gelächter sorgte, ist auf jeden Fall jedem in Erinnerung geblieben. Am Nachmittag folgte ein Erfahrungsbericht zum Thema „Armenien in der deutschen Politik“ von Martin Pätzold, einem Abgeordneten der CDU mit armenischen Wurzeln. Der nächste Programmpunkt war definitiv mein persönliches Highlight: Der armenische Tanzworkshop. Ich habe mir seit Jahren gewünscht, die armenischen Volkstänze zu lernen, aber in meiner Umgebung gab es keine armenischen Tanzschulen. Deshalb war ich umso euphorischer, dass uns professionelle armenische Tanzlehrer die Tänze „Kochari, Ejmiatsin, Goevnd“ beibrachten. Nach dem gelungenen Tanzworkshop machten sich alle für die lang ersehnte Party fertig und stylten sich passend zum Partymotto „The Great Gatsby“. Ein schickes Gruppenfoto durfte natürlich auch nicht fehlen. Im Partyraum wurde getanzt und gefeiert ohne Ende. Die Musik traf jeden Geschmack, da sie sehr abwechslungsreich war. Es liefen armenische, amerikanische, deutsche, lateinamerikanische und orientalische Songs.

Am Sonntag hat jeder erst einmal ordentlich ausgeschlafen. Danach stand die Mitgliederversammlung bevor und ein neuer Vorstand wurde gewählt. Am Nachmittag begrüßte uns der Primas, Hayr Serovpé, ganz herzlich und erzählte uns in seinem beeindruckenden Vortrag von Armeniens Kulturgeschichte. Dabei zeigte er uns viele Bilder sowohl von alten als auch von neuen armenischen Kirchen, die einen hohen Stellenwert für unser Volk haben. Am Abend hörten wir von Taline einen Vortrag über Nikol Paschinjan und seinen Einfluss auf Armeniens Politik im Rahmen der samtenen Revolution. Anschließend wurde eine Diskussion zu dem Thema in der Gruppe eingeleitet. Viele beteiligten sich begeistert an der Diskussion und teilten verschiedene Ansichten zur aktuellen politischen Situation in Armenien. Zum Abendessen gab es traditionell „Xorovaz“. Das gegrillte Fleisch hat uns allen sehr geschmeckt. Lag wahrscheinlich daran, dass Davo und Albert das Fleisch einen Tag vorher persönlich mariniert haben (Basturma en drel). Nach dem Abendessen haben sich alle überall verteilt. Im Partyraum fand ein legendäres Tanzbattle „Jungs gegen Mädchen“ statt. In einem Gruppenraum wurde gemeinsam Musik gemacht und gesungen. In weiteren Räumen unterhielten sich einige entspannt. Es war für jeden was dabei. Im Eingangsbereich saßen wir hinterher noch lange auf den Sitzbänken und haben uns bis 6 Uhr morgens unterhalten und gelacht. Jeder wusste, dass es die letzten Stunden waren, die wir nun gemeinsam verbrachten.

Die Abreise stand bevor. Nach der Zimmerabgabe und dem Frühstück schauten wir uns noch zusammen die Fotos vom Wochenende an und danach hieß es Abschied nehmen. Obwohl sich der Schlafmangel langsam zu spüren gab, hätten wir am liebsten das Wochenende verlängert. Ich gehörte zwar zu denjenigen, die zum ersten Mal dabei waren, aber ich habe in so kurzer Zeit so viele liebe Menschen ins Herz geschlossen, dass selbst mir der Abschied schwer fiel. Den Armenischen Jugendtreff muss man einmal selbst erlebt haben! Ich kann es kaum erwarten, beim Sommer-Jugendtreff alle endlich wiederzusehen!

Der Armenische Winter Jugendtreff 2018

Der Armenische Winter Jugendtreff 2018

Du bist Armenier oder hast einfach Lust, ein Wochenende mit Armeniern aus ganz Deutschland zu verbringen?

Du bist zwischen 16 und 35 Jahre alt? Dann haben wir genau das Richtige für dich: den armenischen Winter-Jugendtreff!

Vom 21.12 bis zum 24.12.2018 werden sich Teilnehmer aus allen Ecken Deutschlands in der Jugendherberge Wuppertal für ein unvergessliches Wochenende zusammenfinden.
Armenischer Winter Jugendtreff 2018 in Wuppertal, Flyer
Es wird ein Programm mit anregenden Vorträgen geboten, einem Grillabend mit armenischem Xorovac und natürlich einer Party – Tanz und Musik darf schließlich bei einem Wochenende mit Armeniern nicht fehlen.

Wir freuen uns schon auf dich 🙂

Weitere Informationen, die Anmeldung und das Programm: https://arijt.de/wjt2018/

Dein Team-ARI – Jugendverband der Armenier in Deutschland e.V.

«NerUZH» Diaspora Youth Startup Program

16. bis 21. Dezember 2018
United World College (UWC), Dilidschan (Dilijan), Armenien
Bewerbungsschluss: 13. September 2018

EIN INTERESSANTES ANGEBOT FÜR UNTERNEHMER ARMENISCHER ABSTAMMUNG IM ALTER VON 18-35

Das Ministerium der Diaspora startet ein Programm namens “Neruzh”, das parallel mit den Stiftungen FAST und IDEA, UWC Dilidschan und Impact Hub Yerevan zusammenarbeitet.

«NerUZH» Diaspora Youth Startup Program ist ein interaktives Programm für junge Unternehmer armenischer Abstammung im Alter von 18-35 Jahren, um ihre Unternehmen durch die Erweiterung ihrer Wissensbasis, den Ausbau des Netzwerks und die Finanzierung nach Pitches zu fördern. Ziel ist es, jungen armenischen Unternehmern aus der Diaspora die Möglichkeit zu geben, Start-ups nach Armenien zu bringen und das Startup-Ökosystem im Land zu verbessern.

Das Programm findet vom 16. bis 21. Dezember 2018 in UWC, Dilidschan, Armenien statt.

Die viertägige Veranstaltung hat folgende Hauptziele:

  • Schaffung einer Plattform und Möglichkeiten für junge Unternehmer mit armenischer Abstammung, in Armenien Geschäfte zu machen;
  • Unterstützen Sie das Ökosystem und bauen Sie ein starkes und gesundes Startup-Ökosystem auf;
  • Bereitstellung einer angewandten Anleitung zum Aufbau wertschaffender, kommerziell realisierbarer und skalierbarer Startup-Unternehmen;
  • Aufbau und Einsatz von Kernkompetenzen im Bereich Startup Business Development;
  • Schaffen Sie Möglichkeiten für Zusammenarbeit und Finanzierung.

Die Zielsektoren des Programms sind Landwirtschaft, Tourismus und innovative Technologien.

Bewerbungsschluss: 13. September 2018

Alle weiteren Details finden Sie hier:
http://neruzh.am/en/

Quelle: https://www.facebook.com/deutscharmenischegesellschaft/posts/1803630479729951

Hamburg – Latino Workshop von Kilikia

11. August 2018 | Einlass – ab 16:00 Uhr
Beginn des Workshops – 17:00 Uhr
Thedestraße 99, 22767 Hamburg, (2. Og)

Der Armenische Jugendverband Kilikia veranstaltet einen lateinamerikanischen Tanzworkshop. Gemeinsam mit dem kubanischen Musiker und Tanzlehrer Adan Rodriges werdet ihr Salsa, Bachata sowie auch andere Tanzstile lernen.

hamburg armenischer jugendverband kilikia e.v.-logo klein

Der Workshop dauert 2 Stunden, danach wird gefeiert und das Gelernte angewendet. Alle Interessierten sind eingeladen an dem Workshop teilzunehmen. Jedoch beachtet bitte, dass die Plätze begrenzt sind. Diejenigen, die am Workshop nicht teilnehmen können/möchten, sind eingeladen ab 19 Uhr dabei zu sein und mit Kilikia zu feiern.

Für die gute Laune und zur Erfrischung werden wir leckere Cocktails für euch frisch zubereiten. Der Eintritt beträgt 6 Euro pro Person. Mitglieder des Armenischen Jugendverbands Kilikia e.V. zahlen nur 3 Euro.

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Quelle: https://www.facebook.com/events/176820583190170/

Abschlussbericht: Der Armenische Sommer Jugendtreff 2018

Der Armenische Sommer Jugendtreff 2018 – Abschlussbericht von Anush Darbinyan

Ein weiteres Mal für viele andere, das erste Mal für mich, ging es zum Armenischen Jugendtreff, dieses Mal in Willingen!

Am Freitag trafen junge Armenier*innen aus ganz Deutschland in der Jugendherberge Willingen ein. Unsere Anreise hatte sich etwas verzögert, da hatten wir schon Bedenken die Letzten zu sein, die antreffen. Bei der Ankunft ließ sich dann jedoch feststellen, dass alle, ganz getreu der armenischen Art, mindestens 2 Stunden später kamen. Man fühlte sich also direkt Zuhause. Das Schönste war tatsächlich anzukommen und direkt in jede Gruppe aufgenommen zu werden. Auf einmal sprachen viele um einen herum armenisch und jeder verstand den kulturellen Hintergrund des anderen und somit auch die Eigenarten, die dieser mit sich bringt. Nachdem der Punkt „Anreise” nach vier Stunden abgeschlossen war, wurden wir auch direkt von den beiden ARI-Teammitgliedern Anna Ohanoglu und Taline Akkaya wärmstens begrüßt. Obwohl für die Leute, die zum ersten Mal da waren, keine bekannten Gesichter zu sehen waren, herrschte eine familiäre Atmosphäre. Somit war die Kennenlernrunde auch sehr lustig und sorgte für viel Gelächter. Der Jugendtreff in Bad Kissingen 2013 schien einen bleibenden Eindruck bei allen hinterlassen zu haben, denn er wurde zum Insider Witz des Abends. Nach weiteren Kennenlernspielen, gab es später auch noch die Möglichkeit sich untereinander persönlich auszutauschen und den Tag zusammen ausklingen zu lassen.

Das Programm, welches die Organisator*innen zusammengestellt hatten, war sehr abwechslungsreich und spannend. Gestartet hat es am Samstag mit einer Vorstellung von dem Team ARI – Jugendverband der Armenier in Deutschland. Nicht jeder war mit dem Verein vertraut und kennt die Ziele oder die Personen, die hinter der Organisation der Jugendtreffs stecken. Auch für mich war es schön, direkte Ansprechpartner zu sehen und zu wissen, an wen man sich bei Fragen melden kann. Mit Taline, Anna, Joel, David und Albert bekam der Verein auch Gesichter zugeordnet.

Weiter im Programm ging es mit einer Buchvorstellung von Herrn Mihran Dabag und Kristin Platt zum Thema „Genozid an den Armeniern” und einer anschließenden Podiumsdiskussion für die Herr Simon Jacob und Herr Ilias Uyar noch dazu kamen. Die Podiumsdiskussion bot einem die Möglichkeit, das Thema “Minderheitenpolitik in der Türkei” aus allen Perspektiven zu sehen und unterschiedliche Meinungen zu betrachten. Am Samstagabend stand dann endlich das Highlight für die meisten Teilnehmer*innen an: Der Partyabend. Die ausgelassene Stimmung, die abwechslungsreiche, tolle Musik und die absolute Freude am Tanzen, machten den Abend zum vollen Erfolg. Da war es auch schnell vergessen, dass man für das Gruppenfoto vorab, eine halbe Stunde gebraucht hatte.

Auch am Sonntag war die Stimmung noch ausgelassen, trotz der tiefen Augenringe und dem zu kurzen Schlaf, der sich bei allen bemerkbar machte. Das Wetter lud zur Entdeckungstour ein, sodass wir uns als Gruppe gleich auf machten, um den, in unseren Vorstellungen, Berg „Ararat” zu erklimmen. Bewaffnet mit der armenischen Flagge und einem Fotoapparat ging es hinauf, was nur mit Teamarbeit möglich war. Ganz oben angekommen, hissten wir die Flagge und ließen armenische Musik erklingen. Man fühlte sich fast wie nach Armenien versetzt. Völlig außer Atem und kaputt von dem langen Aufstieg ging es später dann wieder, nach der Ankunft in der Jugendherberge, im Programm weiter mit einer Vorstellung der Organisation „Birthright Armenia” von der Mitarbeiterin Ani Nina Oganyan. Für viele Teilnehmer*innen war es das erste Mal, dass sie von dieser Organisation und von dieser Möglichkeit gehört hatten, als Freiwillige*r nach Armenien zu gehen. Ein weiteres Highlight erwartete uns am Sonntagabend, als es endlich daran ging Kebab zu grillen und sich zusammen beim Lagerfeuer zu versammeln. Es wurde getanzt, sich unterhalten und miteinander armenische Lieder gesungen. Ein gelungener Abend und auch ein gelungener Abschluss für den Jugendtreff.

Am nächsten Tag mussten alle schon die Heimreise antreten. Man hat kaum glauben  können, wie schnell die Zeit vergangen ist, wie viele neue Menschen man kennenlernen durfte, was man alles für neue Erfahrungen gemacht hat. Die Gruppe schloss sich zusammen und es fühlte sich an wie eine große Familie. Obwohl man nun müde, kaputt, wahrscheinlich fast taub und heiser war, musste man zugeben, dass es traurig war wieder nach Hause fahren, und die Erlebnisse dort lassen zu müssen.

Für mich war es der erste Jugendtreff, aber definitiv nicht der Letzte!

Abschlussbericht-Der-Armenische-Sommer-Jugendtreff-2018-Willingen

Berlin – Eileen Khatchadourian + Emirsian

Samstag, 21.04.2018 | 20.30 – 21.30 Uhr
Maxim Gorki Theater, Am Festungsgraben 2, 10117 Berlin

Am 21. April wird die preisgekrönte armenische Sängerin Eileen Khatchadourian im Maxim Gorki Theater auftreten. Es handelt sich dabei um eine Veranstaltung im Rahmen des Festivals 100+3 zum Gedenken an den Völkermord von 1915.

Eileen Khatchadourian

Eileen Khatchadourian ist eine preisgekrönte Künstlerin, die in Beirut im Jahr 1978 als Kind einer armenischen Familie geboren wurde. Im Dezember 2008 hat Khatchadourian ihr Debütalbum Midan herausgebracht, das eine exquisite Mischung aus traditionellen armenischen Liedern und Alternative-Rock ist mit rohen und dumpfen Klängen. Midan gewann den Preis für The Best Rock Album bei den Armenian Music Awards in Los Angeles im Dezember 2009. Ihr zweites Album Titernig besteht aus melodischen Klängen aus Cello und Electronic gemischt mit traditionellen und originalen Kompositionen.

Ihre neue Arbeit ist der Melting Pot ihres musikalischen Schaffens und Reisens. Für sie war die Veröffentlichung von Titernig im April 2015 auch eine Wiedergeburt als Künstlerin. Sie hat unter anderem für das In Memoriam Konzert in Istanbul und in Palm Springs für die World Armenian Entertainment Awards gespielt. Sie wurde als beste weibliche Darstellerin der armenischen Diaspora im Mai 2015 in Los Angeles geehrt und das Hrant Dinks Agos Journal bezeichnete sie als “die mächtigste Stimme der Diaspora”.

Eileen Khatchadourian hat ihr letztes Konzert in Toronto im November 2017 beim Pomegranate Festival gegeben, nachdem sie sich fast ein Jahr lang den Freuden der Mutterschaft gewidmet hatte. Momentan arbeitet sie an ihrem dritten Album mit ihren beiden Musikkollegen Sandro Mussida und Francesco Fabris. Sie begann die Aufnahmen des Albums in den Greenhouse Studios in Reykjavik und wird einige ihrer neuen Lieder am 21. April spielen.

Quelle: https://www.facebook.com/events/304621990063715/

Köln – Völkermorde, Dieser Schmerz betrifft uns alle!

Sonntag, 15. April 2018 | 11.00 – 14.00 Uhr
Filmforum NRW, Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln

Völkermorde erinnern – Kriege verhindern

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Matinee mit
➢ Israel Kaunatjike (Nachfahre der OvaHerero aus Berlin)
➢ Dogan Akhanli (Schriftsteller aus Köln)
➢ Peter Finkelgruen (Schriftsteller aus Köln)
➢ Nizaqete Bislimi (Rechtsanwältin aus Essen und Vorsitzende des BundesRomaVerband e.V.)
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Deutschland steht an einer Scheidelinie. Alte und neue Nationalisten setzen alles daran, staatskritische und antirassistische Überzeugungen zu diskreditieren. Sie wollen die „völkische“ Nation und den autoritären Staat und für beides wollen sie Gefolgschaft.

Genau aus diesem Grunde verlangen sie so hasserfüllt das Ende einer Erinnerungskultur, die sich in den letzten Jahrzehnten in vielen Ländern Europas entwickelt hat. Denn sie wissen: wer die historische Erinnerung an staatliche Gewaltverbrechen und an die genozidalen Folgen von Rassismus und Nationalismus lebendighält, bleibt wach für gegenwärtiges Unrecht und empathisch mit den Opfern.

Wir wollen diese staatskritische Erinnerungskultur verteidigen und vertiefen, wir wollen uns der Gewaltverbrechen in unserer Geschichte bewusst bleiben. Dazu gehören der Genozid des deutschen Kaiserreiches unter Wilhelm II. an OvaHerero und Nama im heutigen Namibia und die Beteiligung am Genozid an den Armeniern im osmanischen Reich. Dazu gehören die Shoah (die Ermordung der europäischen Juden) und der Genozid an den Roma und Sinti im Nationalsozialismus.

Die Kölner Initiative „Völkermord erinnern“ möchte mit dieser Matinee einen Beitrag in der aktuellen Auseinandersetzung um die Erinnerungskultur leisten. Deshalb sprechen wir vom Wert und von der Unverzichtbarkeit der Erinnerung und benennen diejenigen, die das kritische Erinnern zu behindern versuchen.

Wir zeigen *Filmausschnitte *von „Aghet“ (Eric Friedler), „Skulls of my people“ (Vincent Moloi) und „A people uncounted“ (Aaron Yeger) und hören *Redebeiträge *für das Erinnern und gegen das Verschweigen von Israel Kaunatjike (Namibia-Aktivist, zum Völkermord an OvaHerero und Nama), Dogan Akhanli (Schriftsteller, zum Völkermord an denArmeniern), Peter Finkelgruen (Schrifsteller, zur Shoah) und Nizaqete Bislimi (Vorsitzende des BundesRomaVerband e.V., zum Genozid an den Roma und Sinti).

Völkermorde erinnern – Kriege verhindern

➣ Namibia

1904 verantwortete der deutsche Kaiser Wilhelm II. mit seinem General von Trotha und 15.000 deutschen Soldaten in Deutsch-Südwest, dem heutigen Namibia, den Völkermord an OvaHerero und Nama. Die ansässige Bevölkerung wehrte sich erbittert gegen die Kolonisierung, vor allem gegen den Landraub durch die Deutschen. Die Widerständigen wurden erschossen oder verdursteten grausam in der Wüste. Hunderttausende starben, Überlebende wurden in Konzentrationslager gepfercht, in denen viele verhungerten. Bis heute gibt es von der deutschen Regierung keine offizielle Anerkennung dieses Genozids.

Wir zeigen Ausschnitte aus dem Film „Skulls of our People“ von Vincent Moloi. Israel Kaunatjike, Nachfahre der OvaHerero aus Berlin, wird vom jahrzehntelangen Kampf um Entschädigung berichten, der sich gerade in diesen Tagen zugespitzt hat.

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➣ Osmanisches Reich / Türkei

In den Jahren 1915 bis 1917 – während des 1. Weltkriegs – wurden im osmanischen Reich weit über eine Million armenischer Kinder, Frauen und Männer systematisch ermordet. Dieser Genozid an der armenischen Bevölkerung geschah auf dem Gebiet der heutigen Türkei. In der Türkei ist es verboten, dieses Menschheitsverbrechen als Genozid zu bezeichnen. In Deutschland ist nahezu unbekannt, dass Kaiser Wilhelm II. den Völkermord gebilligt hat und ihn hunderte deutscher Offiziere in der Türkei aktiv unterstützt haben.

Wir zeigen Ausschnitte aus dem Film „ Aghet“ von Eric Friedler. Dogan Akhanli, Schriftsteller aus Köln, wird auf Hintergründe und Folgen von Verleugnung und Vergessen des Völkermordes an den Armeniern eingehen.

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➣ Shoah

Selbst der Genozid an der jüdischen Bevölkerung in Europa ist in der Bundesrepublik Deutschland bis in die Mitte der 1960er Jahre für die breite Öffentlichkeit kein Thema gewesen. Diese Friedhofsstille hätten die neuen Nationalisten auch für die Zukunft gerne wieder.

Peter Finkelgruen, Schriftsteller aus Köln, wird anhand seiner persönlichen Erfahrungen berichten, wie die Täter ihre Verantwortung geleugnet haben.

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➣ Genozid an den Roma und Sinti

Mehrere hunderttausend Roma und Sinti wurden vom NS-Regime systematisch ermordet. Deutschland erkannte dieses Menschheitsverbrechens erst 30 Jahre nach Kriegsende an, seit 2012 erinnert ein Denkmal in Berlin an den Völkermord. Dennoch wird die Verfolgung der Roma und Sinti weiter fortgeführt: mit Ausgrenzungen, mit Kriminalisierungen, mit Abschiebungen.

Wir zeigen Auszüge des Films „A people uncounted“ von Aaron Yeger. Die Rechtsanwältin Nizaqete Bislimi aus Essen, Vorsitzende des BundesRomaVerband e.V., wird vom langen Schweigenüber den Genozid an den Roma und Sinti sprechen.

Das 20. Jahrhundert, in dem die Vökermorde begannen wurden, war von einer sozial-darwinistischen und rassistischen Weltsicht geprägt. Völker wurden als „kulturlos“ definiert und als minderwertig, lebensunwert, unzivilisiert hingestellt. Aus dieser kolonialen menschenverachtenden Haltung wurden die Genozide an den widerständigen OvaHerero und Nama und an der armenischen Bevölkerung begangen. Diese Genozide gelten als „Blaupause“ für die spätere Verfolgung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung in Europa und der Roma und Sinti.

Diese Völkermorde – an die wir hier erinnern – waren Raubzüge und dienten der Schaffung und Festigung nationalstaatlicher Herrschaft. „Zivilisatorisch gerechtfertigte“ Kriege legten den Mantel des Schweigens um die Verbrechen. Die rassistischen, völkischen, und sozialdarwinistischen Ideologien, mit denen sie gerechtfertigt werden und die sich in ihrer sexualisierten Gewaltausprägung gezielt gegen Frauen* richten, müssen geächtet werden.

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EINTRITT FREI.

Veranstaltet von:
Initiative Völkermord Erinnern,
recherche international e.V.
FilmInitiativ Köln e.V.

Unterstützt von:
Anerkennung Jetzt,
Jugendclub Courage Köln e.V.,
KulturForum TürkeiDeutschland,
Komitee für Grundrechte und Demokratie e.V.

Quelle: https://www.facebook.com/events/174637506663235/

Der Armenische Sommer Jugendtreff 2018

Mit dem langsamen Frühlingserwachen kommt auch etwas anderes wieder zum Leben: das Sommer-Jugendtrefffieber! Wie jedes Jahr findet der armenische Sommer Jugendtreff 2018 am Pfingstwochenende vom 18. bis zum 21. Mai statt. Die Jugendherberge Willingen am Rande von Hessen erwartet schon unser zahlreiches Kommen.

Ein abwechslungsreiches Programm verspricht außerdem, dass dieser Jugendtreff ein unvergessliches Erlebnis wird. Dabei haben wir dieses Mal keine geringeren Gäste als die im Bundestag als stellvertretende Vorsitzende der Fraktion die LINKE agierende Sevim Dagdelen, den sozialwissenschaftlichen Professor Mihran Dabag, Rechtsanwalt Ilias Uyar und den freien Journalist Simon Jacob. In einer Podiumsdiskussion werden sie sich über die Lage der Minderheiten in der Türkei austauschen.
Neben diesen spannenden politischen Themen wird es Samstagabend unsere beliebte Jugendtreffparty geben und am Sonntag ein gemeinsames Beisammensein mit Xorovac und Lagerfeuer. Was braucht man mehr für ein entspannendes Wochenende?
Der Armenische Sommer Jugendtreff 2018
Jetzt bist du gefragt:
Du bist zwischen 16 und 35 Jahre alt?
Du bist „Willing for Willingen“?

Dann melde dich für den armenischen Sommer Jugendtreff an! Wir freuen uns schon darauf.

Weitere Informationen, die Anmeldung und das Programm: https://arijt.de/sjt2018/

Dein Team-ARI – Jugendverband der Armenier in Deutschland e.V.

Armenisch-Intensivkurs in Venedig 2018

Armenisch-Intensivkurs 2018
30. Juli – 20. August in Venedig, Italien

Seit etlichen Jahren veranstaltet die in Venedig angesiedelte Associazione Padus-Araxes Armenisch-Intensivkurse. Dieses Angebot wird es auch in 2018 geben, und zwar vom 30.Juli – 20.August, natürlich in Venedig.

Armenisch lernen beim PADUS-ARAXES Sommerkurs in Venedig ist mehr als nur ein Sprachkurs: Es ist eine Gelegenheit ein Land und eine Stadt zu entdecken, in denen armenische Präsenz und Kultur seit über acht Jahrhunderten tief verwurzelt sind. Die PADUS-ARAXES Cultural Association möchte, dass der Sprachaufenthalt in Venedig so erfolgreich und angenehm wie möglich verläuft. Deshalb beinhaltet der Kurs eine individuelle Level-Platzierung und kontinuierliche Beratung zum Lernansatz, Unterstützung bei der Prüfungsvorbereitung, den Wechsel zu einer Prüfung, den Erwerb eines Zertifikats und ein spannendes Kultur- und Freizeitprogramm.

Durch den Besuch des Kurses werden die Teilnehmer in engen Kontakt mit der armenischen Sprache und der armenischen Kultur gebracht, unter besonderem Augenmerk der westlichen Variante. Die Teilnehmer lernen in internationalen Gruppen und sprechen schon in der ersten Stunde Armenisch. Außerdem haben die Teilnehmer im Alltag und der Freizeit die Möglichkeit, das Gelernte in die Praxis umzusetzen.

Seit 2010 gibt es auch die Möglichkeit, den Unterricht in Ostarmenisch zu besuchen, hauptsächlich in Phonologie, Rechtschreibung und Grammatik.

Armenisch-Intensivkurs | PADUS-ARAXES

Mehr Informationen:
http://www.padus-araxes.com/home-page/summer-course/

Die Anmeldung:
http://www.padus-araxes.com/en/application-form/