Der Armenische Sommer Jugendtreff 2018

Mit dem langsamen Frühlingserwachen kommt auch etwas anderes wieder zum Leben: das Sommer-Jugendtrefffieber! Wie jedes Jahr findet der armenische Sommer Jugendtreff 2018 am Pfingstwochenende vom 18. bis zum 21. Mai statt. Die Jugendherberge Willingen am Rande von Hessen erwartet schon unser zahlreiches Kommen.

Ein abwechslungsreiches Programm verspricht außerdem, dass dieser Jugendtreff ein unvergessliches Erlebnis wird. Dabei haben wir dieses Mal keine geringeren Gäste als die im Bundestag als stellvertretende Vorsitzende der Fraktion die LINKE agierende Sevim Dagdelen, den sozialwissenschaftlichen Professor Mihran Dabag, Rechtsanwalt Ilias Uyar und den freien Journalist Simon Jacob. In einer Podiumsdiskussion werden sie sich über die Lage der Minderheiten in der Türkei austauschen.
Neben diesen spannenden politischen Themen wird es Samstagabend unsere beliebte Jugendtreffparty geben und am Sonntag ein gemeinsames Beisammensein mit Xorovac und Lagerfeuer. Was braucht man mehr für ein entspannendes Wochenende?
Der Armenische Sommer Jugendtreff 2018
Jetzt bist du gefragt:
Du bist zwischen 16 und 35 Jahre alt?
Du bist „Willing for Willingen“?

Dann melde dich für den armenischen Sommer Jugendtreff an! Wir freuen uns schon darauf.

Weitere Informationen, die Anmeldung und das Programm: http://arijt.de/sjt2018/

Dein Team-ARI – Jugendverband der Armenier in Deutschland e.V.

Berlin – Eileen Khatchadourian + Emirsian

Samstag, 21.04.2018 | 20.30 – 21.30 Uhr
Maxim Gorki Theater, Am Festungsgraben 2, 10117 Berlin

Am 21. April wird die preisgekrönte armenische Sängerin Eileen Khatchadourian im Maxim Gorki Theater auftreten. Es handelt sich dabei um eine Veranstaltung im Rahmen des Festivals 100+3 zum Gedenken an den Völkermord von 1915.

Eileen Khatchadourian

Eileen Khatchadourian ist eine preisgekrönte Künstlerin, die in Beirut im Jahr 1978 als Kind einer armenischen Familie geboren wurde. Im Dezember 2008 hat Khatchadourian ihr Debütalbum Midan herausgebracht, das eine exquisite Mischung aus traditionellen armenischen Liedern und Alternative-Rock ist mit rohen und dumpfen Klängen. Midan gewann den Preis für The Best Rock Album bei den Armenian Music Awards in Los Angeles im Dezember 2009. Ihr zweites Album Titernig besteht aus melodischen Klängen aus Cello und Electronic gemischt mit traditionellen und originalen Kompositionen.

Ihre neue Arbeit ist der Melting Pot ihres musikalischen Schaffens und Reisens. Für sie war die Veröffentlichung von Titernig im April 2015 auch eine Wiedergeburt als Künstlerin. Sie hat unter anderem für das In Memoriam Konzert in Istanbul und in Palm Springs für die World Armenian Entertainment Awards gespielt. Sie wurde als beste weibliche Darstellerin der armenischen Diaspora im Mai 2015 in Los Angeles geehrt und das Hrant Dinks Agos Journal bezeichnete sie als “die mächtigste Stimme der Diaspora”.

Eileen Khatchadourian hat ihr letztes Konzert in Toronto im November 2017 beim Pomegranate Festival gegeben, nachdem sie sich fast ein Jahr lang den Freuden der Mutterschaft gewidmet hatte. Momentan arbeitet sie an ihrem dritten Album mit ihren beiden Musikkollegen Sandro Mussida und Francesco Fabris. Sie begann die Aufnahmen des Albums in den Greenhouse Studios in Reykjavik und wird einige ihrer neuen Lieder am 21. April spielen.

Quelle: https://www.facebook.com/events/304621990063715/

Köln – Völkermorde, Dieser Schmerz betrifft uns alle!

Sonntag, 15. April 2018 | 11.00 – 14.00 Uhr
Filmforum NRW, Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln

Völkermorde erinnern – Kriege verhindern

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Matinee mit
➢ Israel Kaunatjike (Nachfahre der OvaHerero aus Berlin)
➢ Dogan Akhanli (Schriftsteller aus Köln)
➢ Peter Finkelgruen (Schriftsteller aus Köln)
➢ Nizaqete Bislimi (Rechtsanwältin aus Essen und Vorsitzende des BundesRomaVerband e.V.)
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Deutschland steht an einer Scheidelinie. Alte und neue Nationalisten setzen alles daran, staatskritische und antirassistische Überzeugungen zu diskreditieren. Sie wollen die „völkische“ Nation und den autoritären Staat und für beides wollen sie Gefolgschaft.

Genau aus diesem Grunde verlangen sie so hasserfüllt das Ende einer Erinnerungskultur, die sich in den letzten Jahrzehnten in vielen Ländern Europas entwickelt hat. Denn sie wissen: wer die historische Erinnerung an staatliche Gewaltverbrechen und an die genozidalen Folgen von Rassismus und Nationalismus lebendighält, bleibt wach für gegenwärtiges Unrecht und empathisch mit den Opfern.

Wir wollen diese staatskritische Erinnerungskultur verteidigen und vertiefen, wir wollen uns der Gewaltverbrechen in unserer Geschichte bewusst bleiben. Dazu gehören der Genozid des deutschen Kaiserreiches unter Wilhelm II. an OvaHerero und Nama im heutigen Namibia und die Beteiligung am Genozid an den Armeniern im osmanischen Reich. Dazu gehören die Shoah (die Ermordung der europäischen Juden) und der Genozid an den Roma und Sinti im Nationalsozialismus.

Die Kölner Initiative „Völkermord erinnern“ möchte mit dieser Matinee einen Beitrag in der aktuellen Auseinandersetzung um die Erinnerungskultur leisten. Deshalb sprechen wir vom Wert und von der Unverzichtbarkeit der Erinnerung und benennen diejenigen, die das kritische Erinnern zu behindern versuchen.

Wir zeigen *Filmausschnitte *von „Aghet“ (Eric Friedler), „Skulls of my people“ (Vincent Moloi) und „A people uncounted“ (Aaron Yeger) und hören *Redebeiträge *für das Erinnern und gegen das Verschweigen von Israel Kaunatjike (Namibia-Aktivist, zum Völkermord an OvaHerero und Nama), Dogan Akhanli (Schriftsteller, zum Völkermord an denArmeniern), Peter Finkelgruen (Schrifsteller, zur Shoah) und Nizaqete Bislimi (Vorsitzende des BundesRomaVerband e.V., zum Genozid an den Roma und Sinti).

Völkermorde erinnern – Kriege verhindern

➣ Namibia

1904 verantwortete der deutsche Kaiser Wilhelm II. mit seinem General von Trotha und 15.000 deutschen Soldaten in Deutsch-Südwest, dem heutigen Namibia, den Völkermord an OvaHerero und Nama. Die ansässige Bevölkerung wehrte sich erbittert gegen die Kolonisierung, vor allem gegen den Landraub durch die Deutschen. Die Widerständigen wurden erschossen oder verdursteten grausam in der Wüste. Hunderttausende starben, Überlebende wurden in Konzentrationslager gepfercht, in denen viele verhungerten. Bis heute gibt es von der deutschen Regierung keine offizielle Anerkennung dieses Genozids.

Wir zeigen Ausschnitte aus dem Film „Skulls of our People“ von Vincent Moloi. Israel Kaunatjike, Nachfahre der OvaHerero aus Berlin, wird vom jahrzehntelangen Kampf um Entschädigung berichten, der sich gerade in diesen Tagen zugespitzt hat.

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➣ Osmanisches Reich / Türkei

In den Jahren 1915 bis 1917 – während des 1. Weltkriegs – wurden im osmanischen Reich weit über eine Million armenischer Kinder, Frauen und Männer systematisch ermordet. Dieser Genozid an der armenischen Bevölkerung geschah auf dem Gebiet der heutigen Türkei. In der Türkei ist es verboten, dieses Menschheitsverbrechen als Genozid zu bezeichnen. In Deutschland ist nahezu unbekannt, dass Kaiser Wilhelm II. den Völkermord gebilligt hat und ihn hunderte deutscher Offiziere in der Türkei aktiv unterstützt haben.

Wir zeigen Ausschnitte aus dem Film „ Aghet“ von Eric Friedler. Dogan Akhanli, Schriftsteller aus Köln, wird auf Hintergründe und Folgen von Verleugnung und Vergessen des Völkermordes an den Armeniern eingehen.

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➣ Shoah

Selbst der Genozid an der jüdischen Bevölkerung in Europa ist in der Bundesrepublik Deutschland bis in die Mitte der 1960er Jahre für die breite Öffentlichkeit kein Thema gewesen. Diese Friedhofsstille hätten die neuen Nationalisten auch für die Zukunft gerne wieder.

Peter Finkelgruen, Schriftsteller aus Köln, wird anhand seiner persönlichen Erfahrungen berichten, wie die Täter ihre Verantwortung geleugnet haben.

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➣ Genozid an den Roma und Sinti

Mehrere hunderttausend Roma und Sinti wurden vom NS-Regime systematisch ermordet. Deutschland erkannte dieses Menschheitsverbrechens erst 30 Jahre nach Kriegsende an, seit 2012 erinnert ein Denkmal in Berlin an den Völkermord. Dennoch wird die Verfolgung der Roma und Sinti weiter fortgeführt: mit Ausgrenzungen, mit Kriminalisierungen, mit Abschiebungen.

Wir zeigen Auszüge des Films „A people uncounted“ von Aaron Yeger. Die Rechtsanwältin Nizaqete Bislimi aus Essen, Vorsitzende des BundesRomaVerband e.V., wird vom langen Schweigenüber den Genozid an den Roma und Sinti sprechen.

Das 20. Jahrhundert, in dem die Vökermorde begannen wurden, war von einer sozial-darwinistischen und rassistischen Weltsicht geprägt. Völker wurden als „kulturlos“ definiert und als minderwertig, lebensunwert, unzivilisiert hingestellt. Aus dieser kolonialen menschenverachtenden Haltung wurden die Genozide an den widerständigen OvaHerero und Nama und an der armenischen Bevölkerung begangen. Diese Genozide gelten als „Blaupause“ für die spätere Verfolgung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung in Europa und der Roma und Sinti.

Diese Völkermorde – an die wir hier erinnern – waren Raubzüge und dienten der Schaffung und Festigung nationalstaatlicher Herrschaft. „Zivilisatorisch gerechtfertigte“ Kriege legten den Mantel des Schweigens um die Verbrechen. Die rassistischen, völkischen, und sozialdarwinistischen Ideologien, mit denen sie gerechtfertigt werden und die sich in ihrer sexualisierten Gewaltausprägung gezielt gegen Frauen* richten, müssen geächtet werden.

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EINTRITT FREI.

Veranstaltet von:
Initiative Völkermord Erinnern,
recherche international e.V.
FilmInitiativ Köln e.V.

Unterstützt von:
Anerkennung Jetzt,
Jugendclub Courage Köln e.V.,
KulturForum TürkeiDeutschland,
Komitee für Grundrechte und Demokratie e.V.

Quelle: https://www.facebook.com/events/174637506663235/

Armenisch-Intensivkurs in Venedig 2018

Armenisch-Intensivkurs 2018
30. Juli – 20. August in Venedig, Italien

Seit etlichen Jahren veranstaltet die in Venedig angesiedelte Associazione Padus-Araxes Armenisch-Intensivkurse. Dieses Angebot wird es auch in 2018 geben, und zwar vom 30.Juli – 20.August, natürlich in Venedig.

Armenisch lernen beim PADUS-ARAXES Sommerkurs in Venedig ist mehr als nur ein Sprachkurs: Es ist eine Gelegenheit ein Land und eine Stadt zu entdecken, in denen armenische Präsenz und Kultur seit über acht Jahrhunderten tief verwurzelt sind. Die PADUS-ARAXES Cultural Association möchte, dass der Sprachaufenthalt in Venedig so erfolgreich und angenehm wie möglich verläuft. Deshalb beinhaltet der Kurs eine individuelle Level-Platzierung und kontinuierliche Beratung zum Lernansatz, Unterstützung bei der Prüfungsvorbereitung, den Wechsel zu einer Prüfung, den Erwerb eines Zertifikats und ein spannendes Kultur- und Freizeitprogramm.

Durch den Besuch des Kurses werden die Teilnehmer in engen Kontakt mit der armenischen Sprache und der armenischen Kultur gebracht, unter besonderem Augenmerk der westlichen Variante. Die Teilnehmer lernen in internationalen Gruppen und sprechen schon in der ersten Stunde Armenisch. Außerdem haben die Teilnehmer im Alltag und der Freizeit die Möglichkeit, das Gelernte in die Praxis umzusetzen.

Seit 2010 gibt es auch die Möglichkeit, den Unterricht in Ostarmenisch zu besuchen, hauptsächlich in Phonologie, Rechtschreibung und Grammatik.

Armenisch-Intensivkurs | PADUS-ARAXES

Mehr Informationen:
http://www.padus-araxes.com/home-page/summer-course/

Die Anmeldung:
http://www.padus-araxes.com/en/application-form/

Ari Tun 2018 – Das Diaspora-Ministerium

Travel Armenia informiert: Ari Tun 2018
17.Juni – 25.August 2018

Wir möchten euch darüber informieren, dass das Jahr 2018 das 10-jährige Jubiläum des Programms Ari Tun ist und das Diaspora-Ministerium derzeit die vorbereitenden Arbeiten für das diesjährige Programm wieder aufnimmt.

2018 wird das Programm am 17. Juni gestartet und dauert bis zum 25. August in 8 Phasen (jede Phase dauert 14 Tage / 9 Tage bei einer Gastfamilie und 4 Tage im Camp). Die Teilnehmer können sich auch dafür entscheiden, in der Wohnung ihrer Verwandten oder Freunde zu leben. In diesem Jahr ist das Programm offen für Bewerber, die 13-17 Jahre alt sind und noch nicht an dem Programm teilgenommen haben.

Das Diaspora-Ministerium organisiert/stellt bereit:

1. Transfer (Ankunft/Abfahrt vom/zum Flughafen),
2. Unterkunft und Verpflegung (9 Tage bei einer Gastfamilie, 4 Tage im Camp),
3. Besuche in Museen, Sightseeing-Touren,
4. armenische Sprachkurse,
5. armenische Gesang- und Tanzkurse,
6. um die Sicherheit während der Ausflüge zu gewährleisten, erhalten die Teilnehmer ärztliche und polizeiliche Begleitung.

Die Teilnahme ist kostenlos: Die Teilnehmer decken nur ihre Reisekosten ab (Flugkosten etc.).

Auf der folgende Seite findet ihr die Antragsformulare, sowie weitere Informationen in Armenisch (West- und Ostarmenisch), Englisch und Französisch: http://aritun.am/en/application/

Das Diaspora-Ministerium freut sich darauf, unsere jungen Landsleute in Armenien zu treffen und zu empfangen.

Ari Tun 2018 - Das Diaspora-Ministerium | Travel Armenia

Armenian-Symposium 2018 in London

Armenian-Symposium 2018: Die Zukunft von Armenien
Samstag, 10.März 2018 in London

Armenian-Symposium 2018
Das Armenian-Symposium ist eine eintägige Konferenz, sie findet am 10. März 2018 statt und besteht aus mehreren öffentlichen Reden und Diskussionsrunden, die den Austausch von Ideen und die Förderung von Dialog und Zusammenarbeit für die Entwicklung Armeniens fördern.

Quelle und weitere Informationen:
www.facebook.com/events/577891475895383/
www.armeniansymposium.com

Jahresabschlussbericht 2017

Jahresabschlussbericht 2017 |  ARI – Jugendverband der Armenier in Deutschland e.V.

Das Jahr 2017 war ein sehr wichtiges Jahr für ARI – Jugendverband der Armenier in Deutschland e.V. Es hatte mit dem großen Erfolg angefangen, dass der Antrag des Vereinsregister genehmigt wurde und wir somit zum eingetragenen Verein wurden. Dieser Schritt ermöglicht es, viele Spielräume und Möglichkeiten zu nutzen, die nur einem e.V. vorbehalten sind.
Nach dieser glücklichen Neuigkeit ging es weiter mit den Planungen des Sommer-Jugendtreffs. Dieser fand im Juni in Weilburg statt und erfreute sich einer hohen Teilnehmerzahl, die sehr viel Leben und Aktivität in den Treff brachte.

Im August wurden die Vorstandsmitglieder von ARI e.V. zur ACYO (Armenian Christian Youth Organisation) Konferenz der armenischen Diözese in Rumänien eingeladen. Die EInladung hatten sie der armenischen Diözese in Deutschland zu verdanken. Zwei Vorstandsmitglieder nahmen an der Konferenz teil und hatten dadurch die Gelegenheit, sich etwa eine Woche lang intensiv mit dem Wirken und der Botschaft der armenischen Kirche und dem christlichen Glauben auseinanderzusetzen.

ARI e.V. wirkt außerdem bei einem interkulturellen Austauschprojekt mit, dass von Vereinen aus vier unterschiedlichen Ländern mitorganisiert wird – Deutschland, Armenien, Frankreich und der Türkei. Aus allen vier Ländern werden für diese interkulturellen Treffs Teilnehmer*innen entsendet, die eine Woche an einem Programm teilnehmen, das sich mit der gemeinsamen Geschichte beschäftigt und den Potentialen von interkulturellen Austauschen zwischen diesen vier Nationen. Die erste Projektphase war in Marseille, Frankreich. Die nächste wird im Jahr 2018 in Gyumri, Armenien stattfinden.

Abgeschlossen wurde das Jahr 2017 natürlich mit dem alljährlichen armenischen Winter-Jugendtreff. In Freudenstadt haben alle Teilnehmer*innen ein gemeinsames Wochenende genossen voller neuer Bekanntschaften, armenischer Kultur und einer ausgelassenen und vertrauten Stimmung.

ARI – Jugendverband der Armenier in Deutschland e.V. dankt allen jungen Armenier*innen, die an den Projekten und Veranstaltungen teilnehmen oder sie aktiv mitgestalten. Vor allem möchten wir aber auch unseren Vereinsmitgliedern für ihre Unterstützung des Vereins danken. Euer Vertrauen ist unser Antrieb, um im Jahr 2018 wieder neue Projekte zu starten und Veranstaltungen zu organisieren, die als unvergessliche Erlebnisse in jedermanns Erinnerung verbleiben.

Bilder und einzelne Projektberichte im Archiv

Jahresabschlussbericht 2017 | ARI - Jugendverband der Armenier in Deutschland e.V.

Abschlussbericht: Der Armenische Winter Jugendtreff 2017

Der Armenische Winter Jugendtreff 2017 – Abschlussbericht von David Avetjan

Wie jedes Jahr um die Weihnachtszeit, versammelten sich auch dieses Jahr um die 50 jungen Armenier aus ganz Deutschland und einigen europäischen Nachbarländern. Obwohl es somit das Treffen eines Volkes war, handelte es sich dadurch zugleich um eine multikulturelle Gruppe.

Am ersten Abend wurden wir von Anna Ohanoglu, einer Organisatorin und Vorstandsmitglied von „ARI – Jugendverband der Armenier in Deutschland e.V.“, in der Jugendherberge Freudenstadt empfangen. Sobald die meisten eingetroffen waren, gab es Abendessen und die Zimmer wurden verteilt damit sich alle von der langen Anreise erholen konnten. Angekommen, ausgepackt, eingelebt und schon haben wir gleich mit dem Programm angefangen. Wir spielten einige lustige Kennenlernspiele und die Stimmung lockerte sich dabei sehr schnell.  Die gute Laune hielt noch bis in die späte Nacht an und endete erst mit einer spontanen „Nachtsession“ Schneeballschlacht. Das Programm war eine abwechslungsreiche Mischung aus wissenswerten, kulturellen und unterhaltsamen Themen.

So eröffnete Der Diradur den Samstagmorgen, nach der Vorstellung des Vereins ARI und einer kurzen Vorstellung von einem interkulturellen Projekt für Jugendliche aus Deutschland, Armenien und Frankreich und der Türkei, mit dem Namen „Reethinking Cooperation Sharing“ das von ARI e.V. unterstützt und mitorganisiert wird.

Anschließend bauten einige der Jungen die Musikanlage in dem großen Saal auf damit der Tanzkurs für traditionelle armenische Tänze anfangen konnte, der von zwei engagierten jungen Damen aus Armenien geleitet wurde. Hier ging es natürlich weiter mit dem Spaß und alle tanzten stimmungsvoll mit.

Parallel bereiteten schon einige die Grillfleisch Marinade für den nächsten Tag vor und legten das Fleisch traditionell ein, damit wir am Sonntag Xorovac machen konnten.

Am Abend stand dann auch schon die Party auf dem Programm, also wurde alles aufgebaut und kreativ dekoriert. Da für alles Nötige gesorgt war, konnten jetzt alle gemeinsam bis in die späte Nacht das Tanzbein schwingen. Mit viel Spaß und vielen lachenden Gesichtern endete auch dieser Abend.

Der Sonntag fing sehr gemütlich an. Die meisten nutzten diese Zeit um gemeinsam auf den Freudenstädter Weihnachtsmarkt zu gehen, gemeinsame Spiele zu spielen oder sich zu unterhalten. Andere bereiteten das Fleisch vor, um auf den traditionellen Spießen das Xorovac zu grillen.

Als der Duft des Fleisches dann in der Luft lag, haben sich alle gut gelaunt versammelt und zusammen gegessen. Dieser Abend endete auch in einem großen ausgelassenen Kreis voller netter Unterhaltungen und fröhlicher Gesichter, was den Morgen danach für die meisten umso schwerer machte.

Denn es war Montag – und es hieß Abschied nehmen. Ein aufregendes Wochenende mit teilweise sehr wenig Schlaf neigte sich nun langsam seinem Ende zu.

Am Montagmorgen gab es noch ein Abschlussplenum mit einer Mitgliederversammlung des Vereins. In diesem Rahmen wurden Projektideen und Wünsche der Vereinsmitglieder besprochen.

Wie wahrscheinlich jedes Jahr, fiel uns allen auch dieses Jahr der Abschied ziemlich schwer. Man hatte sich schon sehr an die Leute gewöhnt und neue Freundschaften geschlossen. Jedoch hat es auch etwas Gutes: es sind alle mit vielen schönen Erinnerungen und mit ganz viel Vorfreude auf den Sommer Jugendtreff heimgefahren.

Der Armenische Winter-Jugendtreff 2017

Abschlussbericht: Reethinking Cooperation Sharing Phase 1

ARI e.V. ist Teil des quatrinationalen Austauschprojekts Rethinking Cooperating Sharing zwischen Frankreich, Deutschland, der Türkei und Armenien. Dieses Projekt trägt den Titel “Rethinking-Cooperating-Sharing” und ist darauf ausgelegt, die Jugend aus den teilnehmenden Ländern zusammenzubringen für eine gemeinsame und friedliche Zukunft. Aus jedem Land nehmen jeweils acht Teilnehmer*innen und zwei Teamleiter*innen teil. Diese wurden von den folgenden Organisationen rekrutiert:

  • Deutschland: Centre français de Berlin und ARI – Jugendverband der Armenier in Deutschland e.V.
  • Frankreich: Une Terre Culturelle
  • Türkei: AFS
  • Armenien: YIC – Youth Initiative Centre Gyumri

Das Projekt wird vom Deutsch-Französischen Jugendwerk und Erasmus+ finanziert. Es gibt insgesamt vier einwöchige Phasen in jedem Land.

1. Phase Reethinkig Cooperation Sharing:  18. – 25.11.2017 in Marseille

Bei dem ersten Zusammentreffen war das Hauptziel, sich kennenzulernen und an einem gemeinsamen Projekt zu arbeiten. Ziel des gesamten Austauschprojektes ist es, andere Kulturen kennenzulernen, sich auszutauschen und Vorurteile abzubauen.

Um mit den anderen Sprachen vertraut zu werden, gab es jeden Morgen eine Sprachanimation, in der wir einfache Dinge wie zum Beispiel die Zahlen oder die Farben in allen Sprachen spielerisch gelernt haben. Zu Beginn gab es eine Stadt-Rallye, um nicht nur die Teilnehmer*innen, sondern auch die Umgebung kennenzulernen. Dies war für die meisten sehr interessant, da viele Teilnehmer*innen zum ersten Mal in Marseille beziehungsweise in Frankreich waren. Außerdem gab es einen Ausflug auf eine nahe gelegene Insel, die Frioul-Inseln. Die Bootsfahrt und der Besichtigungsrundgang boten eine tolle Möglichkeit, private Gespräche mit den anderen zu führen.

Es wurden Arbeitsgruppen gebildet, in denen die Teilnehmer*innen nach ihren Interessen aufgeteilt wurden. In diesen Gruppen sollte im Laufe der Woche etwas erarbeitet werden, dass dann am letzten Abend vorgeführt werden konnte. So entstand zum Beispiel eine „Tanz- und Musik-Gruppe” oder eine „Social Media-Gruppe”.

Um nicht nur Frankreich zu entdecken, sondern auch einen Eindruck der anderen Kulturen zu bekommen, gab es einen interkulturellen Abend. Dort haben die Teilnehmer*innen aus den einzelnen vier Ländern leckere Spezialitäten mitgebracht, Volkstänze vorgeführt und vieles mehr. Dieser Abend hat allen viel Spaß gemacht, weil alle ganz ausgelassen zusammen gefeiert haben.

Es gab auch Spiele unter dem Motto „Peace Building“. Diese haben zu einer großen Diskussionsrunde darüber angeregt, in der es darum ging, was wir als Jugendliche in unserem Umfeld dafür tun können, um eine friedlichere gemeinsame Zukunft zu gestalten.

Im Laufe der Woche sind wir zu einem engen Team zusammengewachsen, das viel Spaß miteinander hatte, aber auch in der Lage war, sich über ernste Themen zu unterhalten. Da jeder die Möglichkeit haben sollte, sich frei in seiner Muttersprache ausdrücken zu können, wurde der größte Teil in alle Sprachen übersetzt.

Durch den ersten Austausch sind bereits einige Freundschaften entstanden, was die Vorfreude auf die nächsten Phasen natürlich verstärkt.

Der nächste Austausch wird diesen Sommer in Gjumri (Armenien) stattfinden.

Der Armenische Winter Jugendtreff 2017

Der Sommer neigt sich dem Ende zu, schneller als man denkt, nähert sich der Winter – und mit ihm natürlich der alljährliche armenische Winter Jugendtreff! Dieses Mal wird der Winter-Jugendtreff im Süden Deutschlands stattfinden: Die Jugendherberge Freudenstadt freut sich schon darauf, vom 15. bis 18. Dezember 2017 Zeugin von ausgelebter armenischer Kultur und jugendlicher Energie zu werden. Freudenstadt liegt in Baden-Württemberg in der Nähe von Stuttgart und Karlsruhe.

Das Programm verspricht, für jeden Teilnehmer und jeder Teilnehmerin interessant zu werden. Abgesehen von Vorträgen, die für jeden bisher unbekannte Informationen über unsere armenische Kultur bereithalten, werden auch Workshops stattfinden, bei denen jeder aktiv mitmachen kann.
Auf unserer Party am Samstagabend kann man dann ausgelassen zu armenischer, aber auch moderner Musik tanzen. Am Sonntagabend werden sich zur Krönung des Wochenendes die Mägen mit saftigem Xorovac vollgeschlagen.
Das Ziel jedes Jugendtreffs ist es, so viele junge Armenier/innen wie möglich zusammenzubringen damit sie gemeinsam ein unvergessliches Wochenende verbringen und neue Freundschaften geschlossen werden können.

Armenischer Winter Jugendtreff 2017 Freudenstadt

Voraussetzungen für die Teilnahme?
Alle Armenier/innen in Deutschland und in umliegenden Ländern im Alter von 16 bis 35 Jahren können sich anmelden. Jeder, auf dem diese beiden Eigenschaften zutreffen, ist uns willkommen – es gibt keine weiteren Erwartungen!

Dein Interesse wurde geweckt? Sehr gut!
Weitere Informationen, die Anmeldung und das Programm: http://arijt.de/wjt2017/

Dein Team ARI – Jugendverband der Armenier in Deutschland e.V.