Berlin – Eileen Khatchadourian + Emirsian

Samstag, 21.04.2018 | 20.30 – 21.30 Uhr
Maxim Gorki Theater, Am Festungsgraben 2, 10117 Berlin

Am 21. April wird die preisgekrönte armenische Sängerin Eileen Khatchadourian im Maxim Gorki Theater auftreten. Es handelt sich dabei um eine Veranstaltung im Rahmen des Festivals 100+3 zum Gedenken an den Völkermord von 1915.

Eileen Khatchadourian

Eileen Khatchadourian ist eine preisgekrönte Künstlerin, die in Beirut im Jahr 1978 als Kind einer armenischen Familie geboren wurde. Im Dezember 2008 hat Khatchadourian ihr Debütalbum Midan herausgebracht, das eine exquisite Mischung aus traditionellen armenischen Liedern und Alternative-Rock ist mit rohen und dumpfen Klängen. Midan gewann den Preis für The Best Rock Album bei den Armenian Music Awards in Los Angeles im Dezember 2009. Ihr zweites Album Titernig besteht aus melodischen Klängen aus Cello und Electronic gemischt mit traditionellen und originalen Kompositionen.

Ihre neue Arbeit ist der Melting Pot ihres musikalischen Schaffens und Reisens. Für sie war die Veröffentlichung von Titernig im April 2015 auch eine Wiedergeburt als Künstlerin. Sie hat unter anderem für das In Memoriam Konzert in Istanbul und in Palm Springs für die World Armenian Entertainment Awards gespielt. Sie wurde als beste weibliche Darstellerin der armenischen Diaspora im Mai 2015 in Los Angeles geehrt und das Hrant Dinks Agos Journal bezeichnete sie als “die mächtigste Stimme der Diaspora”.

Eileen Khatchadourian hat ihr letztes Konzert in Toronto im November 2017 beim Pomegranate Festival gegeben, nachdem sie sich fast ein Jahr lang den Freuden der Mutterschaft gewidmet hatte. Momentan arbeitet sie an ihrem dritten Album mit ihren beiden Musikkollegen Sandro Mussida und Francesco Fabris. Sie begann die Aufnahmen des Albums in den Greenhouse Studios in Reykjavik und wird einige ihrer neuen Lieder am 21. April spielen.

Quelle: https://www.facebook.com/events/304621990063715/

Köln – Völkermorde, Dieser Schmerz betrifft uns alle!

Sonntag, 15. April 2018 | 11.00 – 14.00 Uhr
Filmforum NRW, Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln

Völkermorde erinnern – Kriege verhindern

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Matinee mit
➢ Israel Kaunatjike (Nachfahre der OvaHerero aus Berlin)
➢ Dogan Akhanli (Schriftsteller aus Köln)
➢ Peter Finkelgruen (Schriftsteller aus Köln)
➢ Nizaqete Bislimi (Rechtsanwältin aus Essen und Vorsitzende des BundesRomaVerband e.V.)
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Deutschland steht an einer Scheidelinie. Alte und neue Nationalisten setzen alles daran, staatskritische und antirassistische Überzeugungen zu diskreditieren. Sie wollen die „völkische“ Nation und den autoritären Staat und für beides wollen sie Gefolgschaft.

Genau aus diesem Grunde verlangen sie so hasserfüllt das Ende einer Erinnerungskultur, die sich in den letzten Jahrzehnten in vielen Ländern Europas entwickelt hat. Denn sie wissen: wer die historische Erinnerung an staatliche Gewaltverbrechen und an die genozidalen Folgen von Rassismus und Nationalismus lebendighält, bleibt wach für gegenwärtiges Unrecht und empathisch mit den Opfern.

Wir wollen diese staatskritische Erinnerungskultur verteidigen und vertiefen, wir wollen uns der Gewaltverbrechen in unserer Geschichte bewusst bleiben. Dazu gehören der Genozid des deutschen Kaiserreiches unter Wilhelm II. an OvaHerero und Nama im heutigen Namibia und die Beteiligung am Genozid an den Armeniern im osmanischen Reich. Dazu gehören die Shoah (die Ermordung der europäischen Juden) und der Genozid an den Roma und Sinti im Nationalsozialismus.

Die Kölner Initiative „Völkermord erinnern“ möchte mit dieser Matinee einen Beitrag in der aktuellen Auseinandersetzung um die Erinnerungskultur leisten. Deshalb sprechen wir vom Wert und von der Unverzichtbarkeit der Erinnerung und benennen diejenigen, die das kritische Erinnern zu behindern versuchen.

Wir zeigen *Filmausschnitte *von „Aghet“ (Eric Friedler), „Skulls of my people“ (Vincent Moloi) und „A people uncounted“ (Aaron Yeger) und hören *Redebeiträge *für das Erinnern und gegen das Verschweigen von Israel Kaunatjike (Namibia-Aktivist, zum Völkermord an OvaHerero und Nama), Dogan Akhanli (Schriftsteller, zum Völkermord an denArmeniern), Peter Finkelgruen (Schrifsteller, zur Shoah) und Nizaqete Bislimi (Vorsitzende des BundesRomaVerband e.V., zum Genozid an den Roma und Sinti).

Völkermorde erinnern – Kriege verhindern

➣ Namibia

1904 verantwortete der deutsche Kaiser Wilhelm II. mit seinem General von Trotha und 15.000 deutschen Soldaten in Deutsch-Südwest, dem heutigen Namibia, den Völkermord an OvaHerero und Nama. Die ansässige Bevölkerung wehrte sich erbittert gegen die Kolonisierung, vor allem gegen den Landraub durch die Deutschen. Die Widerständigen wurden erschossen oder verdursteten grausam in der Wüste. Hunderttausende starben, Überlebende wurden in Konzentrationslager gepfercht, in denen viele verhungerten. Bis heute gibt es von der deutschen Regierung keine offizielle Anerkennung dieses Genozids.

Wir zeigen Ausschnitte aus dem Film „Skulls of our People“ von Vincent Moloi. Israel Kaunatjike, Nachfahre der OvaHerero aus Berlin, wird vom jahrzehntelangen Kampf um Entschädigung berichten, der sich gerade in diesen Tagen zugespitzt hat.

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➣ Osmanisches Reich / Türkei

In den Jahren 1915 bis 1917 – während des 1. Weltkriegs – wurden im osmanischen Reich weit über eine Million armenischer Kinder, Frauen und Männer systematisch ermordet. Dieser Genozid an der armenischen Bevölkerung geschah auf dem Gebiet der heutigen Türkei. In der Türkei ist es verboten, dieses Menschheitsverbrechen als Genozid zu bezeichnen. In Deutschland ist nahezu unbekannt, dass Kaiser Wilhelm II. den Völkermord gebilligt hat und ihn hunderte deutscher Offiziere in der Türkei aktiv unterstützt haben.

Wir zeigen Ausschnitte aus dem Film „ Aghet“ von Eric Friedler. Dogan Akhanli, Schriftsteller aus Köln, wird auf Hintergründe und Folgen von Verleugnung und Vergessen des Völkermordes an den Armeniern eingehen.

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➣ Shoah

Selbst der Genozid an der jüdischen Bevölkerung in Europa ist in der Bundesrepublik Deutschland bis in die Mitte der 1960er Jahre für die breite Öffentlichkeit kein Thema gewesen. Diese Friedhofsstille hätten die neuen Nationalisten auch für die Zukunft gerne wieder.

Peter Finkelgruen, Schriftsteller aus Köln, wird anhand seiner persönlichen Erfahrungen berichten, wie die Täter ihre Verantwortung geleugnet haben.

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➣ Genozid an den Roma und Sinti

Mehrere hunderttausend Roma und Sinti wurden vom NS-Regime systematisch ermordet. Deutschland erkannte dieses Menschheitsverbrechens erst 30 Jahre nach Kriegsende an, seit 2012 erinnert ein Denkmal in Berlin an den Völkermord. Dennoch wird die Verfolgung der Roma und Sinti weiter fortgeführt: mit Ausgrenzungen, mit Kriminalisierungen, mit Abschiebungen.

Wir zeigen Auszüge des Films „A people uncounted“ von Aaron Yeger. Die Rechtsanwältin Nizaqete Bislimi aus Essen, Vorsitzende des BundesRomaVerband e.V., wird vom langen Schweigenüber den Genozid an den Roma und Sinti sprechen.

Das 20. Jahrhundert, in dem die Vökermorde begannen wurden, war von einer sozial-darwinistischen und rassistischen Weltsicht geprägt. Völker wurden als „kulturlos“ definiert und als minderwertig, lebensunwert, unzivilisiert hingestellt. Aus dieser kolonialen menschenverachtenden Haltung wurden die Genozide an den widerständigen OvaHerero und Nama und an der armenischen Bevölkerung begangen. Diese Genozide gelten als „Blaupause“ für die spätere Verfolgung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung in Europa und der Roma und Sinti.

Diese Völkermorde – an die wir hier erinnern – waren Raubzüge und dienten der Schaffung und Festigung nationalstaatlicher Herrschaft. „Zivilisatorisch gerechtfertigte“ Kriege legten den Mantel des Schweigens um die Verbrechen. Die rassistischen, völkischen, und sozialdarwinistischen Ideologien, mit denen sie gerechtfertigt werden und die sich in ihrer sexualisierten Gewaltausprägung gezielt gegen Frauen* richten, müssen geächtet werden.

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EINTRITT FREI.

Veranstaltet von:
Initiative Völkermord Erinnern,
recherche international e.V.
FilmInitiativ Köln e.V.

Unterstützt von:
Anerkennung Jetzt,
Jugendclub Courage Köln e.V.,
KulturForum TürkeiDeutschland,
Komitee für Grundrechte und Demokratie e.V.

Quelle: https://www.facebook.com/events/174637506663235/

Der Armenische Sommer Jugendtreff 2018

Mit dem langsamen Frühlingserwachen kommt auch etwas anderes wieder zum Leben: das Sommer-Jugendtrefffieber! Wie jedes Jahr findet der armenische Sommer Jugendtreff 2018 am Pfingstwochenende vom 18. bis zum 21. Mai statt. Die Jugendherberge Willingen am Rande von Hessen erwartet schon unser zahlreiches Kommen.

Ein abwechslungsreiches Programm verspricht außerdem, dass dieser Jugendtreff ein unvergessliches Erlebnis wird. Dabei haben wir dieses Mal keine geringeren Gäste als die im Bundestag als stellvertretende Vorsitzende der Fraktion die LINKE agierende Sevim Dagdelen, den sozialwissenschaftlichen Professor Mihran Dabag, Rechtsanwalt Ilias Uyar und den freien Journalist Simon Jacob. In einer Podiumsdiskussion werden sie sich über die Lage der Minderheiten in der Türkei austauschen.
Neben diesen spannenden politischen Themen wird es Samstagabend unsere beliebte Jugendtreffparty geben und am Sonntag ein gemeinsames Beisammensein mit Xorovac und Lagerfeuer. Was braucht man mehr für ein entspannendes Wochenende?
Der Armenische Sommer Jugendtreff 2018
Jetzt bist du gefragt:
Du bist zwischen 16 und 35 Jahre alt?
Du bist „Willing for Willingen“?

Dann melde dich für den armenischen Sommer Jugendtreff an! Wir freuen uns schon darauf.

Weitere Informationen, die Anmeldung und das Programm: https://arijt.de/sjt2018/

Dein Team-ARI – Jugendverband der Armenier in Deutschland e.V.

Armenisch-Intensivkurs in Venedig 2018

Armenisch-Intensivkurs 2018
30. Juli – 20. August in Venedig, Italien

Seit etlichen Jahren veranstaltet die in Venedig angesiedelte Associazione Padus-Araxes Armenisch-Intensivkurse. Dieses Angebot wird es auch in 2018 geben, und zwar vom 30.Juli – 20.August, natürlich in Venedig.

Armenisch lernen beim PADUS-ARAXES Sommerkurs in Venedig ist mehr als nur ein Sprachkurs: Es ist eine Gelegenheit ein Land und eine Stadt zu entdecken, in denen armenische Präsenz und Kultur seit über acht Jahrhunderten tief verwurzelt sind. Die PADUS-ARAXES Cultural Association möchte, dass der Sprachaufenthalt in Venedig so erfolgreich und angenehm wie möglich verläuft. Deshalb beinhaltet der Kurs eine individuelle Level-Platzierung und kontinuierliche Beratung zum Lernansatz, Unterstützung bei der Prüfungsvorbereitung, den Wechsel zu einer Prüfung, den Erwerb eines Zertifikats und ein spannendes Kultur- und Freizeitprogramm.

Durch den Besuch des Kurses werden die Teilnehmer in engen Kontakt mit der armenischen Sprache und der armenischen Kultur gebracht, unter besonderem Augenmerk der westlichen Variante. Die Teilnehmer lernen in internationalen Gruppen und sprechen schon in der ersten Stunde Armenisch. Außerdem haben die Teilnehmer im Alltag und der Freizeit die Möglichkeit, das Gelernte in die Praxis umzusetzen.

Seit 2010 gibt es auch die Möglichkeit, den Unterricht in Ostarmenisch zu besuchen, hauptsächlich in Phonologie, Rechtschreibung und Grammatik.

Armenisch-Intensivkurs | PADUS-ARAXES

Mehr Informationen:
http://www.padus-araxes.com/home-page/summer-course/

Die Anmeldung:
http://www.padus-araxes.com/en/application-form/

Ari Tun 2018 – Das Diaspora-Ministerium

Travel Armenia informiert: Ari Tun 2018
17.Juni – 25.August 2018

Wir möchten euch darüber informieren, dass das Jahr 2018 das 10-jährige Jubiläum des Programms Ari Tun ist und das Diaspora-Ministerium derzeit die vorbereitenden Arbeiten für das diesjährige Programm wieder aufnimmt.

2018 wird das Programm am 17. Juni gestartet und dauert bis zum 25. August in 8 Phasen (jede Phase dauert 14 Tage / 9 Tage bei einer Gastfamilie und 4 Tage im Camp). Die Teilnehmer können sich auch dafür entscheiden, in der Wohnung ihrer Verwandten oder Freunde zu leben. In diesem Jahr ist das Programm offen für Bewerber, die 13-17 Jahre alt sind und noch nicht an dem Programm teilgenommen haben.

Das Diaspora-Ministerium organisiert/stellt bereit:

1. Transfer (Ankunft/Abfahrt vom/zum Flughafen),
2. Unterkunft und Verpflegung (9 Tage bei einer Gastfamilie, 4 Tage im Camp),
3. Besuche in Museen, Sightseeing-Touren,
4. armenische Sprachkurse,
5. armenische Gesang- und Tanzkurse,
6. um die Sicherheit während der Ausflüge zu gewährleisten, erhalten die Teilnehmer ärztliche und polizeiliche Begleitung.

Die Teilnahme ist kostenlos: Die Teilnehmer decken nur ihre Reisekosten ab (Flugkosten etc.).

Auf der folgende Seite findet ihr die Antragsformulare, sowie weitere Informationen in Armenisch (West- und Ostarmenisch), Englisch und Französisch: http://aritun.am/en/application/

Das Diaspora-Ministerium freut sich darauf, unsere jungen Landsleute in Armenien zu treffen und zu empfangen.

Ari Tun 2018 - Das Diaspora-Ministerium | Travel Armenia

Armenian-Symposium 2018 in London

Armenian-Symposium 2018: Die Zukunft von Armenien
Samstag, 10.März 2018 in London

Armenian-Symposium 2018
Das Armenian-Symposium ist eine eintägige Konferenz, sie findet am 10. März 2018 statt und besteht aus mehreren öffentlichen Reden und Diskussionsrunden, die den Austausch von Ideen und die Förderung von Dialog und Zusammenarbeit für die Entwicklung Armeniens fördern.

Quelle und weitere Informationen:
www.facebook.com/events/577891475895383/
www.armeniansymposium.com

Der Armenische Winter Jugendtreff 2017

Der Sommer neigt sich dem Ende zu, schneller als man denkt, nähert sich der Winter – und mit ihm natürlich der alljährliche armenische Winter Jugendtreff! Dieses Mal wird der Winter-Jugendtreff im Süden Deutschlands stattfinden: Die Jugendherberge Freudenstadt freut sich schon darauf, vom 15. bis 18. Dezember 2017 Zeugin von ausgelebter armenischer Kultur und jugendlicher Energie zu werden. Freudenstadt liegt in Baden-Württemberg in der Nähe von Stuttgart und Karlsruhe.

Das Programm verspricht, für jeden Teilnehmer und jeder Teilnehmerin interessant zu werden. Abgesehen von Vorträgen, die für jeden bisher unbekannte Informationen über unsere armenische Kultur bereithalten, werden auch Workshops stattfinden, bei denen jeder aktiv mitmachen kann.
Auf unserer Party am Samstagabend kann man dann ausgelassen zu armenischer, aber auch moderner Musik tanzen. Am Sonntagabend werden sich zur Krönung des Wochenendes die Mägen mit saftigem Xorovac vollgeschlagen.
Das Ziel jedes Jugendtreffs ist es, so viele junge Armenier/innen wie möglich zusammenzubringen damit sie gemeinsam ein unvergessliches Wochenende verbringen und neue Freundschaften geschlossen werden können.

Armenischer Winter Jugendtreff 2017 Freudenstadt

Voraussetzungen für die Teilnahme?
Alle Armenier/innen in Deutschland und in umliegenden Ländern im Alter von 16 bis 35 Jahren können sich anmelden. Jeder, auf dem diese beiden Eigenschaften zutreffen, ist uns willkommen – es gibt keine weiteren Erwartungen!

Dein Interesse wurde geweckt? Sehr gut!
Weitere Informationen, die Anmeldung und das Programm: https://arijt.de/wjt2017/

Dein Team ARI – Jugendverband der Armenier in Deutschland e.V.

Jugendaustausch – Rethinking Cooperating Sharing

Deutsch-französisch-armenisch-türkischer Jugendaustausch
Erste Phase vom 18. bis zum 25. November 2017 in Marseille
Jugendaustausch zweite Phase in Gyumri (Armenien) 2018!

“ARI – Jugendverband der Armenier in Deutschland e.V.” ist Teil einer Kooperation mit dem Verein “Une terre culturelle” und dem “Centre Français de Berlin“, die einen interkulturellen Jugendaustausch zwischen vier Völker auf die Beine stellen. Lies dir folgende Informationen dazu durch und werde teil einer unvergleichlichen Erfahrung:

  • Du bist zwischen 18 und 25 Jahre alt und hast Lust, an einem französisch-deutsch-armenisch-türkischen Projekt teilzunehmen?
  • Du wärst bereit, bei jeder Phase als Teilnehmer*in dabeizusein und eine interkulturelle Erfahrung zu machen ?
  • Du möchtest dazu beitragen, die Toleranz und den Zusammenhalt zwischen der Jugend aus der Türkei, Armenien, Frankreich und Deutschland zu fördern ?

Dann ist dieses Projekt wie für dich gemacht !

Die Idee dieser Jugendbegegnung ist es, sechs Teilnehmer*innen aus jedem der vier Länder zusammenzuführen. Es wird vier einwöchige Phasen in einem der Länder geben (Frankreich, Armenien, Deutschland und Türkei) – eine perfekte Gelegenheit neue Orte zu erkunden.
Anhand dieser Begegnung werden außerdem historische Fakten der gemeinsamen Geschichte der verschiedenen Länder zusammengetragen und darüber hinaus neue Beziehungen und Perspektiven für eine friedliche gemeinsame Zukunft unter den Jugendlichen vermittelt. Es werden Übersetzer vor Ort eingesetzt und alle vier Sprachen vertreten sein im formellen Programm.

Warum so eine Begegnung?

Mittels interkultureller Methoden, Sprachanimationen und Kooperationsübungen, soll ein Raum für einen interkulturellen Dialog und einen Austausch in dem Sinne geschaffen werden, dass das gegenseitige Verständnis, die Toleranz und die Freundschaft gefördert werden.

Die erste Phase findet vom 18. bis zum 25. November 2017 im strahlenden Marseille im Süden Frankreichs statt.

Die Teilnahmegebühr pro einwöchiger Phase beträgt, je nach individueller Situation, 50-100€. Die Fahrtkosten werden zurückerstattet.

Hast du Interesse? Oder weitere Fragen? Dann melde dich einfach bei uns!

Der Flyer zum Projekt

Zur Projektseite

Berlin – Workshop Genozid im Schulunterricht

Freitag, 17. November 2017 | 10.00 – 18.00 Uhr
August Bebel-Institut
Müllerstr. 162, 13353 Berlin

Kick off-Workshop Genozid im Schulunterricht in Deutschland am Beispiel des Osmanischen Genozids

Das 20. Jahrhundert gilt als Jahrhundert der Genozide. Der einzigen völkerrechtlich verbindlichen Definition von Genozid – das Übereinkommen über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes“ der Vereinten Nationen (1948) – liegen paradigmatisch die beiden Genozide des Ersten und Zweiten Weltkriegs zugrunde: der Genozid an über drei Millionen indigenen Christen im osmanisch beherrschten Kleinasien und Mesopotamien sowie der Vernichtung der europäischen Juden. Sie bildeten für den Initiator und Hauptautor der UN-Konvention, Raphael Lemkin, die aktuellen Fallbeispiele; der Genozid an den Armeniern des Osmanischen Reiches bildete für Lemkin ein Beispiel eines „religiösen Genozids“. Benjamin Whitaker, der 1985 im Auftrag des Unterausschusses zur Verhütung von Diskriminierung und zum Schutz von Minderheiten der UN-Menschenrechtskommission eine Studie zur „Verhütung und Bestrafung des Verbrechens des Völkermords“ erstellte, nannte damals als weitere Beispiele für Völkermord „den ukrainischen Pogrom an Juden 1919, die Tutsi-Massaker an Hutus in Burundi 1965 und 1972, die paraguyanischen Massaker der Aché-Indianer vor 1974, die Massaker der Roten Khmer in Kambodscha 1975 bis 1978 sowie die aktuellen iranischen Tötungen der Bahai“. Erste aktuellere Beispiele stellen die genozidalen Tötungen von etwa 100.000 bosnischen und kroatischen Zivilisten durch Serben (1992), die Abschlachtung von etwa 800.000 Tutsi und moderaten Hutu in Rwanda (1994) und die Tötung von 300.000 Darfuris durch Todesschwadrone des sudanischen Präsidenten Omar al-Baschir (2003) dar. Seit 2014 verübt der „Islamische Staat“ im Irak Völkermord an der ethno-religiösen Minderheit der Yazidis (Jasiden).

In der derzeitigen schulischen Unterrichtung in Deutschland wird im Regelfall die Vernichtung der europäischen Juden (Holocaust, Schoah) thematisiert, was zu der Vorstellung führen muss, dass dieser Völkermord ein singuläres Ereignis darstellt. Gleichzeitig gibt es Einzelinitiativen weniger Bundesländer zum Thema Völkermord im 20. Jahrhundert, wie z.B.” in Brandenburg und Sachsen-Anhalt, wo seit 2005 bzw. 2015 Handreichungen für eine optionale Unterrichtung des Genozids an den Armeniern (1915/6) im Einsatz sind. Das Kultusministerium in Niedersachsen hat 2012 eine Tagung zum Thema Völkermord als Unterrichtsthema durchgeführt. Dieser Zustand zeigt den gemeinsamen Bedarf und verlangt nach Änderung im Sinne einer komparativen, auf aussagekräftige bzw. typische Fallbeispiele gestützten Unterrichtung. Der Bezug dieser Beispiele zu Deutschland, seiner Geschichte und seiner zunehmend pluralen Gesellschaft wäre dabei zu berücksichtigen:

Historische Verantwortung: Deutschland war im 20. Jahrhundert in zwei Fällen haupt- bzw. alleinverantwortlich für Genozid: als Kolonialmacht in Namibia (1904-1908) sowie im Zweiten Weltkrieg für die Vernichtung der europäischen Juden. Darüber hinaus war es im Ersten Weltkrieg als wichtigster Militärverbündeter des Osmanischen Reiches umfassend informierter Mitwisser und Nutznießer armenischer Zwangsarbeit. Auch wenn zur genauen Be-stimmung der deutschen Mitverantwortung noch erheblicher Forschungsbedarf besteht, lässt sich die weitgehend duldende Hinnahme der Massentötungen und Deportationen von Armeniern und anderen christlichen Ethnien während des Ersten Weltkriegs zweifelsfrei feststellen. Der Deutsche Bundestag hat sich 2005 in seiner ersten Resolution 2 explizit zur Mitverantwortung Deutschlands an den „Vertreibungen und Massakern“ der osmanischen Armenier „und anderer Christen“ bekannt. In seiner zweiten Resolution vom 2. Juni 2016 stellte der deutsche Gesetzgeber mit Blick auf die bildungspolitischen Implikationen seiner Anerkennung fest: „Heute kommt schulischer, universitärer und politischer Bildung in Deutschland die Aufgabe zu, die Aufarbeitung der Vertreibung und Vernichtung der Armenier als Teil der Aufarbeitung der Geschichte ethnischer Konflikte im 20. Jahrhundert in den Lehrplänen und materialien aufzugreifen und nachfolgenden Generationen zu vermitteln. Dabei kommt insbesondere den Bundesländern eine wichtige Rolle zu.“ 3 Für eine in diesem Sinn komparativ angelegte Schulunterrichtung über Völkermord folgt daraus, dass besonders die Beispiele Namibia, Osmanisches Reich und Schoah Berücksichtigung finden sollten.

Genozid-Unterrichtung in der postmigrantischen Gesellschaft: Zuwanderer bringen ihre eigene Geschichts- und Gewalterfahrungen, Deutungen von Geschichte und Erinnerungskulturen mit. Bleibt im Herkunftsland bzw. in seiner Diaspora Geschichte unaufgearbeitet oder wird, im Fall von Völkermord, historische Verantwortungsübernahme abgelehnt, entstehen daraus konfliktträchtige Geschichtsbilder und sogar unhinterfragte negative Rollenvorbilder. Hier muss der deutsche Schulunterricht in Geschichte, Ethik und Staatsbürgerkunde Orientierungshilfe anbieten.

Es bleibt zu klären, in welcher Weise diese historisch-ethische Orientierung am besten erfolgt. Die vorhandenen Rahmenrichtlinien liefern bereits in einigen Bundesländern Ansätze zur Entwicklung von zielfördernden Modulen für eine komparative Genozidunterrichtung. Der hier konzipierte Workshop wendet sich an EntscheidungsträgerInnen in Bildungsministerien und Schulbehörden, an ErzieherInnen, MultiplikatorInnen und WissenschaftlerInnen in den Bereichen Geschichtswissenschaft, Genozidforschung, Deutsch (Germanistik), Politologie und Soziologie.

Ziele des Workshops:

Vergleichende Genozidbetrachtung unter Einschluss der osmanischen Fallbeispiele (OG) in Rahmenrichtlinien der einzelnen Bundesländer fördern:

  • WissenschaftlerInnen, PädagogInnen, MultiplikatorInnen und EntscheidungsträgerInnen aus den Bereichen Bildungs-, Schul- und Erinnerungspolitik zusammenbringen und vernetzen;
  • Bestandsaufnahme der Potenziale und Herausforderungen des OG im deutschen Schulunterricht;
  • Erfahrungsaustausch über aktuelle Methoden in Deutschland in der formalen und non-formalen Bildung ermöglichen;
  • Präsentation von pädagogischen Beispielen bzw. Good Practice
  • Im Ergebnis der Konferenz Bildung eines föderalen Netzwerks aus Schulverwaltungen, Pädagogen, Landesinstituten und Wissenschaftlern
  • Erarbeitung von Unterrichtsmodulen unter Berücksichtigung der in den Rahmenrichtlinien bereits vorhandenen Ansätze

Teilnahme

Etwa 50 Personen können am Workshop kostenfrei teilnehmen.
Um rechtzeitige Anmeldung wird daher gebeten: info@aga-online.org

ARBEITSGRUPPE ANERKENNUNG - GEGEN GENOZID, FÜR VÖLKERVERSTÄNDIGUNG e.V. (AGA)

Quelle, Programm und weitere Informationen:
http://lernen-aus-der-geschichte.de/Teilnehmen-und-Vernetzen/content/13737
http://www.aga-online.org/event/detail.php?locale=de&eventId=161

Berlin – Gesprächsabend mit Arthur Abraham

Montag, 3. Juli 2017 | 18.00 Uhr
Anna-Seghers-Bibliothek im Linden-Center
Prerower Platz 2, 13051 Berlin

Gesprächsabend zu sportpolitischen Themen
Mit Dr. Martin Pätzold MdB und Arthur Abraham

Er hat sich im wahrsten Sinne des Wortes durchgeboxt. Spätestens seit seinem legendären Boxkampf im September 2006 gegen Edison Miranda ist Arthur Abraham in aller Munde. Der Berliner Boxheld mit armenischen Wurzeln verteidigte damals seinen wenige Monate zuvor erstmals errungenen Weltmeistertitel in Wetzlar. Dabei musste er acht Runden lang schwer gezeichnet und mit doppelt gebrochenem Unterkiefer überstehen und gewinnen, damit er seinen IBF-Weltmeistergürtel im Mittelgewicht verteidigen konnte. Der bis dahin als Profi ungeschlagene „King Arthur“, wie sein Kampfname lautet, hielt der Belastungsprobe stand und konnte bis März 2010 seine beeindruckende Siegesserie mit Trainer-Urgestein Ulli Wegner fortsetzen. Folgerichtig zum Berliner Sportler des Jahres 2007, 2008 und 2009 gewählt, musste er aber auch seit dem Frühjahr 2010 erstmals die Erfahrung von einigen Niederlagen machen. Doch ausgerechnet in seiner Wahlheimat Berlin kehrte er zwei Jahre später im Sommer 2012 nun im Supermittelgewicht als Champion gegen Robert Stieglitz eindrucksvoll zurück und verteidigte den WBO-Weltmeistergürtel mit kurzer Unterbrechung bis April 2016. Mittlerweile trainiert er wieder intensiv und ist nach einem erfolgreichen Aufbaukampf auf dem Weg zu einem dritten erfolgreichen Comeback. Arthur Abraham ist nicht nur eine Ikone des Berliner Boxsports, sondern gilt auch als leuchtendes Beispiel für Kampfgeist, Durchhaltevermögen und Glaube an die eigenen Stärken. Moderator Dr. Martin Pätzold möchte in der Anna-Seghers-Bibliothek im Linder-Center mit dem Box-Champion über die tatsächlich wichtigen Entscheidungen in seiner Karriere sprechen, wie er mit Erfolg und Misserfolg umgegangen ist und welche Kraft ihn antreibt, es im Alter von 37 Jahren im Boxring noch einmal mal wissen zu wollen. Dabei werden unter anderem auch die besonderen Schnittstellen zwischen Sport und Politik zur Sprache kommen, gerade wenn es um die Frage geht, wie man in der Öffentlichkeit mit Erfolg und Niederlage sowie Comeback oder Neuorientierung umgeht.

Wir bitten um Anmeldung zu dieser Veranstaltung. Anmelden können Sie sich direkt hier .

Die Veranstaltung wird fotografisch begleitet. Die Teilnehmenden erklären mit der Anmeldung ihr Einverständnis, dass die Konrad-Adenauer-Stiftung e. V. das vor, während oder nach der Veranstaltung entstandene Fotomaterial für Zwecke der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit nutzt.

Quellen:
 http://www.kas.de/berlin/de/events/73247/
 http://www.martinpaetzold.de/
 https://www.facebook.com/events/483015068713976
 https://www.facebook.com/martinpaetzold.cdu/posts/830559547107964